Der Gemeinderat folgte einstimmig dem Empfehlungsvorschlag des Ausschuss Umwelt und Technik und vergab den Auftrag für den Bau der Querungshilfe bei der H.A.U. und der barrierefreien Bushaltestellen an eine Baufirma aus Furtwangen.
Seit Jahren soll die Sicherheit der Überquerung der Bundesstraße 462 bei der H.A.U. verbessert werden. Auch sollte die vom Gesetzgeber geforderte barrierefreie Gestaltung der Bushaltestellen auf beiden Seiten realisiert werden. Nach längeren Diskussionen hatte im Mai 2024 der Ausschuss Umwelt und Technik (AUT) die Sachentscheidung zur Umgestaltung der Bushaltestellen und zum Bau einer Mittelinsel getroffen.Die Arbeiten wurden anschließend öffentlich ausgeschrieben.
Drei Angebote
Bis zum 17. Juli 2024 lagen drei Angebote vor: Mit 401 216 Euro hatte die Baufirma Hermann aus Furtwangen das günstigste Angebot abgegeben. Davon entfallen 156 474 Euro auf die Sanierung der Bundesstraße und den Bau der Mittelinsel, 244 741 Euro auf den Umbau der Bushaltestellen und Gehwege.
Für die Mittelinsel, so Abteilungsleiter Tiefbau Konrad Ginter, habe das Regierungspräsidium Freiburg eine Kostenübernahme von 156 000 Euro zugesagt. Die 245 000 Euro für die Gehwege und die Bushaltestellen habe die Stadt zu tragen. Da das Projekt verglichen mit der Planung im Frühjahr 92 000 Euro teurer werde, beantragte die Verwaltung 65 000 Euro überplanmäßige Mittel. Da nach dem AUT jetzt auch der Gemeinderat dem Verwaltungsvorschlag zustimmte, kann das Projekt endlich realisiert werden.
Rolle der Talumfahrung
Bei der Vorberatung in der letzten AUT-Sitzung kam auch das Thema Talumfahrung Schramberg zur Sprache. Im Herbst werde ja das Regierungspräsidium im Gemeinderat über die Fortschritte berichten, erklärte Jürgen Reuter (Aktive Bürger). Er gehe davon aus, dass es noch zehn Jahre dauere, dann benötige man die Querung nicht mehr. Bei 40.000 Euro pro Jahr sei das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht sehr gut.
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr fand Reuters Annahme von zehn Jahre bis zur Fertigstellung der Talumfahrung „sehr optimistisch“. Auch werde das Regierungspräsidium nicht mehr im Oktober, sondern später im Jahr berichten, weil bereits viele andere Themen für die Oktobersitzung vorgesehen seien. Und Abteilungsleiter Tiefbau Konrad Ginter ergänzte, das man die barrierefreien Bushaltestellen auch bei einer Talumfahrung brauche.