Spatenstich für den neuen Schulverbund an der Realschule am Salinensee in Bad Dürrheim – Schüler, Lehrkräfte, Verantwortliche und der Bürgermeister packen an. Foto: Marlene Durak

Startschuss für den neuen Schulverbund an der Realschule am Salinensee: Mit dem Spatenstich beginnen die Bauarbeiten für mehr Platz und moderne Räume.

Lange haben Schüler, Lehrkräfte sowie Eltern auf eine Verbesserung der Raumsituation an der Realschule am Salinensee in Bad Dürrheim gewartet. Nun gibt es die erfreuliche Nachricht: Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Schule haben begonnen.

 

Rektorin der Realschule Stephanie Martin erklärt, es gebe schon längere Zeit Überlegungen zur Erweiterung der Schule. Bereits 2016 habe es erste Ideen in diese Richtung gegeben. „Ich freue mich riesig und hoffe, dass wir bald einziehen können“, so Martin.

Geplant sei ein gemeinsamer Schulverband mit der Werkrealschule, die von der Schulstraße in das moderne Schulgebäude umziehen soll. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen, so dass zum Schuljahr 2028/2029 die Werkrealschüler zu den bereits dort untergebrachten Realschülern dazukommen können, so die Rektorin. Unter anderem soll es laut der Rektorin 15 neue Klassenzimmer, vier neue Naturwissenschaftsfachräume sowie eine neue Schulküche geben. Doch auch ein Lernatelier und andere pädagogisch nutzbaren Räume soll die neue Schule beinhalten.

Bürgermeister ist begeistert

Bürgermeister Jonathan Berggötz zeigt sich ebenfalls begeistert vom neuen Schulverbund. Für ihn spiegelt der Slogan von Bad Dürrheim „Wo täglich neue Kräfte wachsen“ genau die positive Entwicklung wider, die durch das Projekt ermöglicht wird. Für die Erweiterung seien 14,2 Millionen Euro eingeplant, davon übernimmt das Land Baden-Württemberg 6,6 Millionen Euro. Hinzu kommen rund 250 000 Euro KfW-Fördermittel. Die restliche Summe wird von der Stadt Bad Dürrheim übernommen.

Berggötz ist überzeugt vom Projekt. „Es ist die richtige Entscheidung“, betont er. Bereits im Sommer 2025 habe es eine Baugenehmigung gegeben, das Projekt konnte jedoch nicht ausgeführt werden, da die vorgesehene Grundfläche in der Nähe des Bolzplatzes in einem Quellschutzgebiet liegt und somit die Wasserversorgung gefährdet gewesen wäre. Schnell wurde eine alternative Lösung gefunden und eine andere Fläche in unmittelbarer Nähe als Baugrund ausgewiesen.

Von Planung bis Spatenstich

Architektin Bärbel Gliese und Jürgen Wenzler vom Stadtbauamt stellen den Ablauf der Planung bis zum Spatenstich vor. Im März 2024 wurden im Gemeinderat die Planungen vorgestellt, da es zu wenig Räume für die Schüler geben würde. Bereits einen Monat später sei der erste Entwurf eingegangen und mit einer kleinen Verzögerung aufgrund der nicht umsetzbaren Baufläche wurden am 4. März dieses Jahres die ersten Ausbauarbeiten durchgeführt.

Architekt Franz Eisele, der gleichzeitig Bauleiter ist, erklärt unter anderem, dass bereits das Verlegen der Trinkwasser- sowie Telefonleitungen in vollem Gange sei. Zudem werde eine Wärmepumpanlage mit Fußbodenheizung installiert.

Schüler freuen sich

Schulleiterin Martin bedankt sich bei allen Beteiligten für die bisherige gute Zusammenarbeit. „Es herrscht ein super Miteinander“, ergänzt sie. Die über 200 Realschüler sowie die mehr als 100 Werkrealschüler würden sich auf die Zukunft freuen. Die anwesenden Schülersprecher Samira Zinke, Yaren Ada Tuna und Joel Giamblanoo, die die neunte Klasse besuchen, werden die Fertigstellung nicht mehr als Schüler der Realschule miterleben. Sie seien jedoch froh, beim Beginn der Arbeiten noch dabei gewesen zu sein.