Schulleiterin Silvia Schöne (hinten Mitte) demonstriert dem Gemeinderat eine der digitalen Tafeln, die in jeder Klasse zu finden sind. Foto: Kommert

Der Umbau der Richard-Dorer-Schule in Schönwald schreitet voran. Einen Eindruck vom Baufortschritt verschaffte sich der Gemeinderat. Zudem ging es um die Pläne für eine Mensa mit Küche für die Einrichtung einer Ganztagsschule.

Schönwald - Ungewöhnlich war der Treffpunkt für den Schönwälder Gemeinderat zu seiner Sitzung am Dienstagabend: Auf dem Außengelände der Richard-Dorer-Schule waren die Kommunalpolitiker mit den Architekten Martin Reiber und Christian Kuner verabredet.

 

Holzverkleidung der Mauern und des Radunterstellplatzes folgt im Sommer

In den letzten Zügen steckt die Baustelle Schule, zumindest, was die Außenanlagen betrifft. Es fehlen noch der Zaun auf den Mauern sowie als Abgrenzung zur Straße hin, mit Toren und einem Poller, der die Einfahrt auf den Hof verhindern soll, und ein Handlauf an der Treppe. Desgleichen ist die Holzverkleidung der Mauern und des Radunterstellplatzes noch nicht fertig, welche die beauftragte heimische Firma Göppert aber erst in den Sommerferien anbringen will.

Schulleiterin Silvia Schöne fragte nach den Spielgeräten – diese seien bereits da und sollen demnächst durch den Bauhof installiert werden, erfuhr sie von Hauptamtsleiter Andreas Herdner.

Vorreiterrolle bei digitalen Tafeln

Bürgermeister Christian Wörpel regte den Gang ins Gebäude an, in dem sich die Gemeinderäte zunächst die neuen digitalen Tafeln anschauten – bei diesem Thema nahm die Schule in weiter Umgebung eine Leuchtturmfunktion wahr, mehrere Schulen schauten sich diese Tafeln laut Schöne an und haben sie mittlerweile selbst. Und – auch die Befürchtung, dass die Religionslehrer ein Problem mit diesen Geräten haben könnten, habe sich nicht bewahrheitet. Ganz im Gegenteil seien diese sogar ganz begeistert und nutzten sie intensiv. Manchmal seien die Tafeln auch eine Herausforderung, Neues auszuprobieren, freute sie sich.

Ein weiteres Thema stellte die künftige Entwicklung in Richtung Ganztagsschule dar – zwar habe sich aus Gesprächen mit Eltern keine absolute Notwendigkeit ergeben, doch werde das Angebot wohl zumindest in Baden-Württemberg für die Schulträger verbindlich. Man habe sich daher gemeinsam Gedanken gemacht, wohin mit einer Schulküche und einer Mensa. Dabei sei man auf die derzeit nur mehr als Lagerraum genutzten ehemaligen Werkräume gekommen. Im einen könnte die Mensa unterkommen, nach einem Durchbruch könnte der zweite, der derzeit mit Spielgerät gefüllt ist, als Vorbereitungsküche dienen.

Alte Schulküche bleibt für Projekte mit Kindern erhalten

Vorläufig bestehen bleibe zumindest zunächst die alte Schulküche – als Naturparkschule koche man mit den Kindern schon mal, so die Schulleiterin. Für eine eventuell notwendige Erweiterung des Kindergartens in Richtung einer weiteren Krippen- oder Kleinkindgruppe könne man diese aber weiter im Auge behalten. Zuschlagen könne man der Mensa gegebenenfalls auch die jetzige Kindergartengruppe, die bereits Mittagessen erhält – beibehalten wolle man aber auf jeden Fall den Bezug des Essens aus der heimischen Gastronomie, so der Bürgermeister.

Auf die Kosten für Mensa und Ausgabeküche angesprochen, zeigte Architekt Martin Reiber, dass das Ganze nicht umsonst zu haben sei, mit rund 250 000 Euro rechne er. Daher warte er auch ab, bis es dafür Zuschüsse des Landes gebe, betonte Bürgermeister Wörpel. Er bat aber den Gemeinderat darum, die Planungen vorantreiben zu dürfen, um schnell zuschlagen zu können, sobald Zuschüsse zur Verfügung stünden – diesem Ansinnen gab der Gemeinderat einstimmig sein Ja.