in einer guten Schwenninger Mannschaft war Courtney Stockard mit 31 Punkten in Jena Top-Scorer. Foto: Michael Kienzler

Basketball: Hauchdünn mit 93:95 nach Verlängerung gegen Top-Team aus Jena verloren.

In einem sehr spannenden und attraktiven Spiel der ProA haben die wiha Panthers Schwenningen beim Top-Team aus Jena äußerst unglücklich mit 93:95 nach Verlängerung verloren. Die Schwenninger zeigten gegen den Titelfavoriten aus Thüringen eine ausgezeichnete Leistung, bewiesen, wie positiv sich die Mannschaft sich in den vergangenen Wochen entwickelt hat. Knapp zwei Minuten vor dem Ende der Verlängerung hatten sie noch mit 91:90 geführt!

Dreier-Quote kann sich sehen lassen

Schwenningens Co-Trainer Aleksandar Nadjfeji lobte sein Team nach dem Schlusszeichen. "Doch wir haben aber leider eine gute Chance hier zum Sieg nicht genutzt und müssen die Kleinigkeiten noch besser machen. Schade, aber wir werden einige Erfahrungen aus diesem Spiel mitnehmen." Ein Kritikpunkt von Nadjfeji aber: "Nur 38 Prozent Effektivität bei den Zweier-Würfen waren zu wenig für uns." Dafür konnte sich aber unter anderem die Dreier-Quote mit 52:33 Prozent der Panthers sehen lassen.

Jena-Coach Frank Menz zollte den Panthers viel Anerkennung: "Wir wussten schon vorher, dass sie ein gutes Team haben. Wir hatten einige Ausfälle zu beklagen, und haben ein für uns schwieriges Spiel dennoch am Ende gewonnen."

Großer Respekt insgesamt vor der Leistung der Panthers am Samstag. Die Verantwortlichen entschieden sich aus wirtschaftlichen und auch corona-bedingten Gründen für eine direkte Anfahrt nach Thüringen ohne Übernachtung. Dennoch waren die Schwenninger bis auf einen ersten Wackler (1:7-Rückstand) zu Beginn und der schnellen Auszeit von Coach Alen Velcic nach drei Minuten dann hellwach und zeigten einen in der Defense und auch in der Offense ausgeglichenen, guten Auftritt. Jena hatte insgesamt Probleme, sich gegen eine bewegliche und sehr gut abgestimmte Schwenninger Verteidigung durchzusetzen. Herausragend waren aus Schwenninger Sicht im ersten Viertel natürlich die vier versenkten Dreier von Nate Britt, Courtney Stockard. Felix Edwardsson und einem verbesserten Ivan Mikulic bei nur in dieser Phase fünf Versuchen.

Panthers führen nach erstem Viertel

Nach dem ersten Viertel führten die Panthers mit 24:20 verdient. Jena – um einen in der ersten Halbzeit herausragenden Marcus Tyus – verteidigte dann im zweiten Abschnitt ein wenig besser, hatte aber weiterhin Probleme in der Offense gute Passentscheidungen vor dem Schwenninger Korb zu treffen und für durchgreifende Effektivität zu sorgen.

Die Führung ging zwar im zweiten Viertel zwischenzeitlich wieder an die Gastgeber, doch die bis dahin schon ansteigende Leistungskurve von Nate Britt und Co. knickte nicht ein. Zwei verwandelte Freiwürfe von Courtney Stockard sorgten für die 42:37-Halbzeitführung der Schwenninger. Zu diesem Zeitpunkt stach insbesondere die 60-prozentige Effektivität bei den Panthers in Sachen Dreierquote hervor.

Die Mannschaft von Coach Frank Menz kam aggressiv aus der Kabine zurück aufs Feld. Es entwickelte sich im dritten Abschnitt ein offener Schlagabtausch. Die Panthers führten nach 27 Minuten weiterhin – mit 57:56. Nach einem verworfenen Dreier von Mikulic stand es vor dem Schlussabschnitt 62:62.

Verlängerung nach 40 Minuten

Schwenningen lag nach einem Distanztreffer von Stockard knapp fünf Minuten vor dem Ende mit 77:72 vorne. Es blieb sehr eng. Chris Frazier brachte einen einfachen Korbleger nicht unter – auf der anderen Seite sorgten fünf Punkte in Folge des nun aufdrehenden Kasey Hill für den 83:83-Ausgleich. Nach 40 Minuten ging es beim Stand von 86:86 in die Verlängerung.

In dieser blieb es sehr spannend. Knapp zwei Minuten vor dem Ende führten die Neckarstädter mit 91:90, erlebten dann aber entscheidende, bittere Momente. 33 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung verwarf Nate Britt einen möglichen Zweier. Marcus Tyus brachte Science City mit 92:91 wieder in Front und erhöhte wenig später auf 95:91. Nate Britt passte dann zu ungenau auf Edwardsson, was einen Turnover zur Folge hatte. Dennoch verkürzte Chris Frazier 29 Sekunden vor dem Ende auf 93:95. Mit dem Schlusszeichen verfehlte der Dreier des überragenden Stockard sein Ziel – die Panthers waren geschlagen.

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