Foto: Roger Müller

Basketball: Velcic-Team beweist Kampfgeist und gewinnt gegen TG s.Oliver Würzburg mit 68:66. Fünfter Sieg in ProB. 

Wiha Panthers - TG s.Oliver Würzburg 68:66. Spannender ging es wirklich nicht im "Hexenkessel" am Deutenberg. Die wiha Panthers besiegten vor 850 Zuschauern in der ProB die TG s.Oliver Würzburg mit 68:66 (23:35) Eine furiose Aufholjagd der Gastgeber wurde noch belohnt.

Diese Aufholjagd wird sicherlich mit zu den Höhepunkten bei den Panthers in dieser Saison zählen.

In den letzten drei Minuten hielt es keinen Zuschauer mehr auf den Sitzen. Die Panthers hatten den Zwölf-Punkte-Rückstand zur Pause dann 2:41 Minuten vor dem Ende zum 62:61 gegen die junge, gut strukturierte Würzburger Mannschaft gedreht. Beim Stand von 64:63 vergab Hannes Osterwalder 40 Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe. Rasheed Moore machte es von der Linie wenige Sekunden später (66:63) besser.

Der Würzburger Coach Eric Detlef nahm noch einmal eine Auszeit. Dann glich der starke Julian Albus mit einem Dreier zum 66:66 aus – nur noch zehn Sekunden waren zu spielen. Die Panthers hatten noch einmal Ballbesitz. Drei Sekunden vor dem Ende zeigte Schwenningens Leon Friederici keine Nerven und verwandelte seinen Wurf zum 68:66-Endstand. Was für ein Spiel!

Die erste Halbzeit: Die Würzburger zeigten in dieser Phase zwar ein sehr gutes Spiel und verteidigten clever, doch die Wurfausbeute der Panthers war einfach auch grottenschlecht. Insgesamt elf Minuten lang erzielten die Gastgeber keinen Punkt.

Nach dem ersten Viertel lag Schwenningen mit 7:17 hinten – zur Pause mit 23:35. Dann begann eine bärenstarke Aufholjagd der Panthers. In nur 110 Sekunden verkürzten die Hausherren gleich nach Wiederbeginn auf 33:35. Bill Borekambi (26 Punkte) hatten die Franken im ersten Durchgang noch gut abgeschirmt – in der zweiten Halbzeit war er nicht mehr zu stoppen. Panthers-Coach Alen Velcic leistete ebenso Schwerstarbeit. Lautstark hatte er in der ersten Auszeit (7.) seine Jungs "wach gerüttelt". Dann legte er die nächste Platte auf – versprühte jede Menge Zuversicht. Sein Team glaubte weiter an sich und jubelte am Ende doch noch.

Stimmen

Alen Velcic, Panthers-Trainer:

"Wir mussten heute ans Limit gehen. Die ersten 15 Minuten von uns waren die schlechtesten seit dreieinhalb Jahren. Der Würzburger Korb war wie zugenagelt. Unsere Defense war in Ordnung, aber wir haben in der ersten Halbzeit kaum etwas getroffen. In der Pause habe ich zu den Jungs gesagt, dass wir trotzdem noch über 60 Punkte machen."

Eric Detlev, Trainer Würzburg:

"Am Ende war es bescheuert für uns. Wir haben in der ersten Halbzeit tollen Basketball gespielt, dann aber den Faden verloren."

Kosta Karamatskos, Panthers-Kapitän:

"Ich freue mich, dass die Jungs nach der ersten schlechten Halbzeit weiter an sich geglaubt haben. Würzburg hat uns viel abverlangt." Bill Borekambi, Panthers-Spieler: "Entscheidend war, dass wir uns nach dem schlechten Start mental nicht haben herunterziehen lassen."

Beste Scorer

Panthers-Punkte:Sergey Tsvetkov (4 Punkte, 11:54 Minuten Einsatzzeit), Paul Owuso-Frimpong (0/5:25), Bill Borekambi (26/38:03), Kosta Karamatskos (4/35:25), Rasheed Moore (21/32:49), Leon Friederici (9/28:38), Darius Pakamanis (0/11:22), Hannes Osterwalder (2/17:05), Abdu Abaker (0/4:35), Seid Hajric (2/14:44).

Rebounds: 38:30 für die Panthers.

Turnovers: 15:18.Steals: 10:8.

Fast Breaks: 4:0.

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