Die Fans freuen sich auf die Bayern. Foto: Morat

Basketball: Letztes Hauptrundenspiel gegen Bayern München II. Von Platz zwei bis Platz sieben ist alles möglich. 

Was für ein Finale in der Hauptrunde der Baskeltball-ProB Süd! Die wiha Panthers Schwenningen (3.) empfangen am Samstag (19.30 Uhr) in der Deutenberghalle den FC Bayern München II (6.) zum Showdown. Von Platz zwei bis sieben ist für die Neckarstädter noch alles drin.

Heimrecht wäre wichtig

Das Ziel der Panthers ist klar: Sie wollen sich mit einem Heimsieg gegen die Münchner Talentschmiede einen Platz unter den besten vier Teams sichern und somit in den Genuss des Heimrechts im Play-off-Achtelfinale (ab 2. März/Modus "Best of 3") kommen. Wirft man im Norden einen Blick auf die dann möglichen Gegner des Schwenninger Teams, dann ist diese Zielsetzung verständlich. Egal ob gegen Lok Bernau (bei Berlin), Wedel, Itzehoe oder gegen die Juniors aus Oldenburg – die Auswärtsfahrt wird lange, sehr lange. 

Verlieren die Panthers gegen Bayern München, dann droht ihnen sogar der Absturzu bis auf Platz sieben im Endklassement der Hauptrunde.
Doch so weit wird beim Team vom Coach Alen Velcic noch lange nicht gedacht.

Cleverer Panthers-Coach

Alen Velcic war zu Beginn dieser Woche noch richtig sauer auf seine Jungs. In Gießen hatte es mit 81:92 die dritte Niederlage in Folge gesetzt. "Wir haben seit Beginn der Rückrunde zu oft die Bequemlichkeitsstufe eingestellt", kritisierte er noch am Montag hart. Ab Dienstag stellte Velcic allerdings den Hebel um, fokussierte sich mit seiner Mannschaft ab diesem Zeitpunkt nur noch auf dieses letzte Hauptrundenspiel und nahm auch – taktisch clever – erst einmal den Druck raus.

"Wir haben bisher als Aufsteiger in dieser Saison viel erreicht. Natürlich wollen wir mit einem Sieg am Samstag das Heimrecht holen, doch eigentlich können wir gegen die Bayern auch relativ befreit aufspielen. Auch unser Gegner hat die Play-offs erreicht. Ich rechne deshalb mit einem sehr attraktiven Duell. Unsere Situation ist, wie sie ist. Ab dem Play-off-Achtelfinale werden die Karten sowieso neu gemischt." Auf was Alen Velcic gegen die Münchner aber natürlich dennoch setzt: Nach dieser kleinen Negativ-Serie will der Coach eine deutliche Reaktion seines Teams bei dieser schwierigen Aufgabe sehen. "Unsere Chancen gegen den FC Bayern stehen bei fifty-fifty. Wir sind bereit. Die Jungs haben im Training in dieser Woche sehr gut gearbeit und alle sind fit."

Noch eine Rechnung offen

Die Schwerpunkte wurden in den Trainingseinheiten spieltaktisch klar auf die Stärken aber auch die vermeintlichen Schwachstellen der Münchner Mannschaft gelegt. Wie es die Gastgeber am Samstag angehen werden? Darüber wollte Alen Velcic im Vorfeld natürlich nichts verraten. Nur so viel: "Wir treffen auf eine junge Münchner Mannschaft, die sehr viel Talent hat und mit jeder Menge Begeisterung ihre Spiele absolviert." Im Hinspiel verlor der Aufsteiger bei den Bayern klar mit 54:72.

Greene ist bisher zufrieden

Das Bayern-Team mit Trainer und Ex-Nationalspieler Demond Greene hat sich vor einer Woche mit dem 71:61-Erfolg in Würzburg endgültig ein Play-off-Ticket gesichert. "Unser erstes Saisonziel haben wir geschafft. Auch wenn bei uns die individuelle Entwicklung unserer Spieler absolut im Vordergrund steht, wollen wir in der Liga natürlich so gut es geht abschneiden«, macht Demond Greene deutlich. Ein Eckpunkt im Konzept des FC Bayern II ist auch, dass alle Talente möglichst viel Spielzeit erhalten. Im Schnitt setzt der Coach zwölf bis 14 Akteure ein. So ist es auch in Schwenningen geplant. Die Panthers mit ihrer Erfahrung sind für Demond Greene der ideale Gegner für die Play-off-Generalprobe. » Es wird ein richtiger Härtestest für uns."

Direkt-Vergleiche ebenso im Fokus.

Dieser letzte Hauptrunden-Spieltag in der ProB Süd hat es in sich. Spannender hätten die Protagonisten das Drehbuch kurz vor dem Beginn der Play-offs (ab 2. März) nicht schreiben können.

Enges Gedränge

Ausgeklammert Spitzenreiter Bayer Leverkusen kämpfen noch acht Teams am letzten Hauptrunden-Spieltag nicht nur um die sieben Plätze für das Play-off-Achtelfinale – sondern dabei noch um die besten Ausgangspositionen. Neben Leverkusen könnten sechs Teams das wichtige Heimrecht (bis Platz vier) für das Achtelfinale für sich noch verbuchen. Möglich ist, dass einige Mannschaften nach dem Hauptrunden-Finale punktgleich sind. Dann würde der direkte Vergleich relevant werden. Bei sogar drei punktgleichen Teams wird in diesem Fall eine kleine gedachte Mini-Tabelle zählen. Was für die Panthers am Samstagabend ganz wichtig werden könnte: Die Schwenninger haben bislang immerhin die direkten Vergleiche mit ihren Mitkonkurrenten Gießen, Elchingen und Frankfurt für sich entschieden. Im Falle einer Niederlage am Samstag gegen den FC Bayern II, würde allerdings dieses direkte Duell an die Münchner gehen. Ebenso haben die Schwenninger den Vergleich mit Ulm verloren.

Spannung auch im Norden

Auch in der ProB Nord gibt es vor dem letzten Hauptrunden-Spieltag ein dichtes Gedränge. Dort kämpfen sogar noch zehn Teams um die acht Play-off-Plätze.

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