Alen Velcic hatte keinen ruhigen Abend. Foto: Morat

Basketball: Velcic-Team zeigt beim SC Rist Wedel schlechte Leistung und verliert Play-off-Achtelfinal-Duell.

Die Wiha Panthers Schwenningen haben ihr erstes Achtelfinal-Duell in den Play-offs beim SC Rist Wedel nach einer enttäuschenden Leistung mit 63:73 verloren.

Gelingt den Schwenningern am kommenden Samstag nicht ein Sieg in der heimischen Deutenberghalle gegen Wedel, dann sind sie im Modus "Best of 3" aus den Play-offs ausgeschieden.

Vor 400 Zuschauern kassierten die Panthers in der Wedeler Steinberghalle eine unnötige Niederlage, denn das Team aus Wedel wäre vom spielerischen Potenzial in der Hauptrunde der ProB-Südgruppe nicht über einen Mittelplatz hinausgekommen. Aber einige Spieler bei den Neckarstädtern zeigten einfach nicht ihre Normalform. Darunter der eigentliche Top-Scorer Rasheed Moore, der nur auf 16 Punkte kam. Bester Punktesammler war bei den Gästen Bill Borekambi mit 20 Punkten.

Die Panthers fanden im ersten Viertel (19:23) nur schwer ins Spiel hinein, ließen in der Defense zu viele einfache Punkte der Gastgeber zu. Dann steigerte sich die Mannschaft von Trainer Alen Velcic im zweiten Abschnitt und lag zur Pause lediglich mit einem Zähler (39:40) hinten. Im dritten Viertel verzeichneten die Schwenninger ihre beste Phase des Spiels. Das Manko aber: Man konnte den zwischenzeitlichen Sechs-Punkte-Vorsprung nicht vorentscheidend ausbauen. Einige Akteure der Panthers wollten in diesen Minuten einfach zuviel, was auch Coach Alen Velcic von außen kritisierte.

Der SC Wedel meldete sich in den letzten Minuten des dritten Viertels deshalb  wieder zurück und verkürzte vor dem letzten Abschnitt auf 51:53. Den Panthers gelang dann in den letzten zehn Minuten nicht mehr viel.  Wedel arbeitete nun konsequent und schaffte schließlich einen 73:63-Sieg eine gute Ausgangsposition vor dem zweiten Aufeinandertreffen. Damit bleibt der Traditionsverein in dieser Saison daheim weiter ungeschlagen.

Das Schwenninger Team hat sich nun vor dem zweiten Achtelfinal-Spiel unnötig unter Druck gebracht. Mit einer etwas besseren Leistung hätten die Panthers den ersten Big-Point in dieser Serie unter Dach und Fach gebracht. 

Panthers: Sergey Tsvetkov (6 Punkte/11:24 Minuten), Mo Braimoh (0/0), Anell Alexis (2/13:30), Bill Borekambi (20/34:42), Kosta Karamatskos (2/22:33), Rasheed Moore (16/35:04), Leon Friederici (3/26:30), Darius Pakamanis (0/0), Hannes Osterwalder (0/5:47), Abu Abaker (2/17:27) und Seid Hajric (12/33:03).

Beste Scorer bei Wedel: Ryan Patrick Logan und Aurimas Adomatis (beide 16), Malo Valerien (15) und Osaro Igbineweka (14).

Rebounds: 39:33 für Wedel. Freiwürfe: 70:86 Prozent. Turnover: 13:14. Zweier-Würfe: 50:59 Prozent. Dreier-Quote: 25:8 Prozent. Steals: 8:9. Fouls: 13:19.

Anmerkung: Das zweite Spiel in der Serie findet am Samstag, 9. März (20 Uhr), in Schwenningen statt.

Stimmen

Alen Velcic, Panthers-Coach:

"Ich bin ziemlich angefressen. Unser Plan ging 37 Minuten lang auf. Dann haben wir falsche Entscheidungen getroffen und hatten auch Pech. Jetzt hoffen wir, dass uns am Samstag daheim 1400 Zuschauer in einer vollen Halle im zweiten Spiel unterstützen. Im Moment sind wir schon niedergeschlagen. Aber wir stehen wieder auf."

Felix Banobre, Wedel-Coach:

"Wir sind froh, dass wir das Spiel mit dem Schlussspurt noch gewannen. Kleinigkeiten haben die Partie entschieden. Aber passiert ist noch nichts. In Schwenningen erwartet uns ein heißer Tanz."

Kosta Karamatskos, Panthers-Kapitän:

"Die Niederlage war bitter, weil es 37 Minuten lang für uns gut lief."

Bill Borekambi, Panthers-Spieler:

"Ich ärgere mich über die letzten drei Minuten weil wir da nichts mehr getroffen haben. Bis zum Ende des dritten Viertels haben wir aber alles richtig gemacht."

Leon Friederici, Panthers-Spieler:

"Jammern hilft jetzt nichts. Wir müssen dieses erste Spiel abhaken, das zweite Spiel bei uns gewinnen und danach eben noch einmal nach Wedel fahren."

Abu Abaker, Panthers-Spieler:

"Ich bin zwar gerne in meiner Heimat, hätte aber lieber gewonnen."

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