Der frühere Panthers-Spieler Leon Friederici trägt nun das Eisbären-Trikot. Foto: Eibner

Basketball: Panthers im Heimspiel ohne Zuschauer gegen Bremerhaven. Sonntag bei den Karlsruhe Lions. 

Ein Doppelspieltag steht für die wiha Panthers Schwenningen in der ProA an. Am Freitag (19.30 Uhr) kommen die Eisbären aus Bremerhaven. Am Sonntag (17.30 Uhr) treten die Neckarstädter bei den Karlsruhe Lions an.

Spielerische Delikatesse

Es ist schade, dass die Zuschauer das Freitag-Duell zwischen den Panthers und Bremerhaven lediglich über den Internet-Kanal "Sportdeutschland" live verfolgen können. In der Deutenberghalle sind vorerst keine Fans mehr zugelassen.

Die Eisbären von der Nordseeküste zählen spielerisch zu den Leckerbissen in der ProA, und gespannt darf man auch darauf sein, ob die Panthers-Mannschaft nach ihrer Heimniederlage gegen die Artland Dragons wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. "Bremerhaven hat einen qualitativ sehr hochwertigen Kader, bei dem alle Positionen doppelt stark besetzt sind", beschreibt Panthers-Trainer Alen Velcic den kommenden Gegner. Dadurch können die Eisbären mit einer tiefen Rotation spielen und verfügen mit ihren hervorragenden Spielern über etliche Optionen in der Offensive.

Schon wieder vorne

Zum Saisonstart sind die Seestädter ihrer Rolle als Meisterschaftskandidat unmittelbar gerecht geworden. Gegen das Top-Team aus Rostock gelang Bremerhaven zum Saisonauftakt ein klarer 78:69-Sieg. Anschließend zeigte das Team von Coach Michael Mai seine Offensivkraft bei den Siegen gegen Ehingen (106:72) und Kirchheim (91:75). Ein Wiedersehen in Schwenningen wird es mit Leon Friederici geben, der nun für die Norddeutschen aufläuft. Trotz der Abgänge mehrerer Leistungsträger der Vorsaison verfügt Bremerhaven erneut über einen Kader mit erfahrenen Akteuren. US-Aufbauspieler Curtis Lee Davis gilt als einer der ligaweit besten Spieler. In den ersten drei Begegnungen erzielte der 27-Jährige durchschnittlich 18,7 Punkte im Schnitt.

Eine "Monsteraufgabe"

"In unserer aktuellen Verfassung in der Offensive wird das eine Monster-Aufgabe für uns. Es muss bei uns wirklich alles zusammenpassen, damit wir gegen Bremerhaven gewinnen können. Aber wir haben uns wieder einen exakten Plan zurechtgelegt und wissen, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann", betont Alen Velcic. Im Vergleich zum Auftritt gegen die Dragons muss sich sein Team nicht nur in der Offense, sondern vor allem auch beim Rebounding steigern.

Der Gegner

Auf Bundesliga-Aufstieg verzichtet

Eisbären Bremerhaven Besser als erwartet gelang den Eisbären Bremerhaven in der vergangenen ProA-Saison sportlich wie auch wirtschaftlich die Konsolidierung nach einer schweren Zeit. Sportlich schaffte die Mannschaft von Trainer Michael Mai mit Platz zwei nach Abbruch der Saison den Aufstieg in die Bundesliga, doch auf diesen verzichteten die Norddeutschen vor dem Hintergrund der noch nicht ganz stabilen finanziellen Lage. Die Bremerhavener wollen nun dranbleiben, um eines Tages doch in die Bundesliga zurückzukehren.

Mit Marcel Keßen (zuletzt in Oldenburg), Max Ugrai (Ulm), René Kindzeka (Hamburg) und Kevin Yebo (ebenfalls Hamburg) wechselten Bundesliga-erfahrene Spieler zu den Eisbären. US-Aufbauspieler Curtis Lee Davis (kam im Sommer von Maine Red Claws) gilt als einer der ligaweit besten Spieler. In den ersten drei Begegnungen erzielte der 27-Jährige durchschnittlich 18,7 Punkte, 5,3 Assists und 4,3 Rebounds. Aus Schwenningen kam Leon Friederici, der sich darauf freut, den Erfolgsweg der Norddeutschen mitzugehen. Bremerhaven zählt neben Rostock zu den heißen Titelanwärtern in der neuen ProA-Saison. Erfolgscoach Michael Mai freut sich über die neue Tiefe in seinem qualitativ hochwertigen Kader.

Zuletzt beim 91:75-Heimsieg gegen Kirchheim war dies für die Eisbären ein entscheidender Faktor. Mit ausschlaggebend für den Saisonverlauf aus Bremerhavener Sicht wird auch sein, ob die erwähnten Bundesliga-erfahrenen Neuzugänge auch schnell Führungsrollen erfolgreich ausfüllen können.