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Basketball Schwitzen für den historischen Moment

Von
Foto: Geideck

Lange Zeit fristeten die Korbjäger des TSV Calw ein Schattendasein. Nun hat ein echter Basketball-Boom in der Hessestadt eingesetzt – und den will die Abteilung für den ersten Aufstieg in der Vereinsgeschichte nutzen.

Großen Sport bekommt die Walter-Lindner-Sporthalle regelmäßig zu sehen. Etwa dann, wenn die Faustballer des TSV Calw in der Bundesliga aufschlagen. Und auch die Floorball-Abteilung des Vereins ist immerhin in der Regionalliga vertreten. Bei den Basketballern des TSV Calw sieht es hingegen nicht sonderlich rosig aus. Das Team spielt in der West-Staffel der Kreisliga Alb/Bodensee – die unterste Liga. Und das war in den vergangenen Jahrzehnten auch nie anders. Von den drei Basketball-Vereinen im Kreis Calw spielt der TSV Calw damit hinter dem KK Komusina Haiterbach und dem VfL Nagold damit nur die dritte Geige. Doch das soll sich bald ändern. Schon in dieser Saison streben die Korbjäger aus der Hesse­stadt den Aufstieg an. Es wäre der erste in der Vereinsgeschichte.

Jedes Jahr ein neues Team

Der Optimismus kommt nicht von ungefähr, denn in Calw hat ein regelrechter Basketball-Boom eingesetzt. Bis zu 35 Personen kommen inzwischen zum Training in die Walter-Lindner-Sporthalle, Dimensionen, die vor einigen Jahren noch unvorstellbar waren. Und das geht nicht nur dem TSV Calw so. "Jedes Jahr kommt in unserer Liga ein neues Team dazu", sagt Sören Egberts, Leiter der Basketball-Abteilung des TSV Calw. Der VfL Herrenberg stellt in der Kreisliga Alb/Bodensee sogar gleich drei Mannschaften. Den allgemeinen Boom erklärt sich Egberts so: "Basketball kommt in Deutschland immer mehr. Jetzt ist ja auch die NBA zu sehen, zum Beispiel bei DAZN. Außerdem passiert bei einem Basketballspiel immer etwas. Das ist anders als im Fußball."

Eine zweite Mannschaft?

Der spezieller Calwer Basketball-Boom fußt allerdings auch darauf, dass es dem Verein gelungen ist, einige ehemalige Spieler zu reaktivieren. So kommen zwar bis zu 35 Personen ins Training, der eigentliche Kader umfasst hingegen nur 20 Spieler. Der Rest hat einfach Freude an der Sportart – ohne am Spielbetrieb teilnehmen zu wollen. "Uns ist das wichtig, nicht nur ein Wettkampfteam zu sein, sondern miteinander Spaß zu haben", meint Egberts. Dennoch: Mit 20 Spielern ist der Kader so groß, dass man inzwischen sogar überlegt, eine zweite Mannschaft anzumelden. Auch das gab es in Calw noch nie.

Es fehlt an Jugendtrainern

Viel lieber als eine zweite Mannschaft würden Egberts und seine Mitstreiter allerdings mehr Jugendmannschaften anmelden. Bislang nimmt eine U16 und eine U18 des TSV Calw am Spielbetrieb teil. Potenzial für weitere Jugendteams wäre vorhanden, es fehlt jedoch an Trainern. Immer wieder müssen daher Anfragen von Kindern, die Basketball spielen wollen, abgelehnt werden. "Mir tut das wirklich im Herzen weh, nein sagen zu müssen", bedauert Egberts und verdeutlicht: "Wir haben leider kein Geld, um Trainern Geld zu zahlen. Das ist bei uns eine rein ehrenamtliche Sache." Man sei zwar dabei, eigene Mitglieder der 85-köpfigen Basketball-Abteilung auszubilden, doch noch könne man den Bedarf damit nicht decken. Egberts: "Unser Wunsch ist, auch eine U12 und eine U10 anzumelden. Es ist wichtig, weitere Jugendmannschaften zu haben, damit wir von dem momentanen Boom auch in der Zukunft profitieren können."

Namhafte Neuzugänge

Während es in der Breite noch hapert, sind die Calwer Basketballer in der Spitze gut aufgestellt. Drei namhafte Neuzugänge konnten vor dem Saisonstart vermeldet werden: Rene Gromotka, der aus Calw stammt und in den USA College-Basketball spielte, Andreas Klitzsch, der beim KK Komusina Haiterbach im Regionalliga-Kader stand und zuletzt bei der SV Böblingen in der Oberliga spielte, sowie der ehemalige Ulmer JBBL-Spieler Jan Milkereit. Die Verstärkungen tragen Früchte: Zwei der bisherigen vier Saisonspiele konnten gewonnen werden, darunter ein klarer 103:73-Erfolg gegen die Spvgg Mössingen. Ebenso klar waren zwar auch die Niederlagen gegen den VfL Herrenberg (65:101) und den TV Derendingen III (50:61), allerdings ging der TSV Calw personell dezimiert in diese Spiele.

Mehr Trainingseinheiten

Parallel zu den Neuverpflichtungen haben die Calwer Basketballer ihr Trainingspensum intensiviert. Vergangene Saison standen ein bis zwei Einheiten pro Woche an, nun wird dreimal trainiert. Egberts macht keinen Hehl daraus, dass der erste Aufstieg der Vereinsgeschichte das Ziel ist –­ und man dafür viel Schweiß opfern will: "Wir haben Ambitionen. Dafür wollen wir kämpfen."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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