Großer Jubel nach dem Spiel in Söflingen: Der KKK Haiterbach II ist in die Landesliga aufgestiegen. Foto: KKK

Eine 63:72-Niederlage gegen die TSG Söflingen IV reicht dem KKK Haiterbach II, um sich in der Relegation durchzusetzen und aufzusteigen.

TSG Söflingen IV – KKK Haiterbach II 72:63 (29:12, 45:31, 62:48). Der KKK Haiterbach II entscheidet aufgrund des direkten Vergleichs die Relegationsrunde für sich und steigt nach einem dramatischen Finish erstmals in die Basketball-Landesliga auf.

Nach dem ersten deutlichen Sieg mit 87:68 gegen TV Wiblingen in der Relegationsrunde legte das junge Haiterbacher Team den Grundstein für das zweite und entscheidende Spiel in Söflingen. Eine Niederlage mit bis zu zwölf Punkten Unterschied würde zum Aufstieg reichen.

13:0 nach drei Minuten

Dies schien in den Köpfen der Spieler zu sein. Ein behäbiger Start kostete schnell den mitgebrachten Vorsprung. Im Alleingang erzielte Linus Pohlandt die ersten 13 Punkte zum 13:0 nach drei Minuten Spielzeit. Der KK Komusina II hatte in der Offensive, im Gegensatz zum vorherigen Spiel, deutliche Probleme. Auch die Haiterbacher Ganzfeldverteidigung konnte gekonnt ausgespielt werden und der Vorsprung gar auf 29:8 erhöht werden. Nach 14 Minuten führte die TSG Söflingen VI mit 41:19. Slaven Ponjavics dritter Dreier in diesem Spiel und Aufbau Renato Stojcevic setzten den Schlusspunkt im ersten Teil zum 45:31-Halbzeitstand.

„Söflingen hat uns zu Beginn den Schneid abgekauft. Sie waren auf unsere Spielweise sehr gut vorbereitet und brachten uns mit viel Tempo und Aggressivität vor Probleme, zudem hatten sie eine Top-Quote aus dem Feld. Mein Team hat sich aber nicht hängen lassen und mit einer starken Endphase waren wir wieder im Spiel“, lautete das Resümee von KKK-Coach Petar Maric. Das schmerzhafte Fehlen des verletzten Haiterbacher Topscorers Dominik Milicevic wurde deutlich. Zudem fiel für dieses wichtige Spiel auch Center Adem Dzilic aus.

70 KKK-Fans reisen mit

Angefeuert von bemerkenswerten 70 mitgereisten Fans aus Haiterbach entwickelte sich ein Schlagabtausch in Halbzeit zwei. Die Youngstars Ivo Maric sowie Roko Milicevic brachten den KKK II erstmals wieder in die Aufstiegsposition mit dem 50:38-Spielstand. Nun ging es in die letzten zehn Minuten. Es war eine Nervenschlacht. In dieser Phase taten sich beide Teams schwer in der Offensive. In vier Minuten konnten beide Teams nur je zwei Punkte erzielen. Ein Dreier des Gastgebers in der 39. Minute zum 69:57 bedeutete, dass nun jeder Punkt entscheidet. Slaven Ponjavic übernahm Verantwortung und konnte nach erfolgreichen Defence-Aktionen mit drei von vier Freiwürfen die Nerven bewahren. 69:60 bei noch ausstehenden 22 Sekunden auf der Uhr. Die Söflinger suchten einen schnellen Abschluss. Binnen vier Sekunden versenkten sie einen Dreier zum 72:60. Renato Stojcevic zeigte trotz der Brisanz und der Laustärke einen kühlen Kopf und netzte zwei Freiwürfe zum 72:62 ein. Nun hieß es wenige Sekunden vor Ende, dass für die TSG Söflingen IV ein Dreier her muss. Ivo Maric gelang der entscheidende Steal. Schnell wurde die Uhr wieder gestoppt. Slaven Ponjavic konnte einen Wurf zum 72:63 einnetzen und die Gastgeber konnten nur noch einen Wurf aus weiter Distanz nehmen, der nicht ins Ziel fand. Auf Haiterbacher Seite gab es kein halten mehr: Die 63:72-Niederlage reicht für den großen Aufstieg.

Zweiter Erfolg für Trainer

Das Fazit von Coach Petar Maric: „Ich bin unheimlich stolz auf das Team. Wir haben uns diesen Aufstieg verdient. Wir hatten eine tolle Saison und aufgrund eigener Nerven die Meisterschaft verloren. Doch mit großem Einsatz und tollem Spiel gegen Wieblingen und auch in Söflingen in Halbzeit zwei haben wir uns den Aufstieg redlich erkämpft. Wir haben nie aufgegeben und immer an uns geglaubt. Dies ist eine unglaublich wertvolle Erfahrung für uns alle durch diese Höhen und Tiefs zu gehen.“ Der erst 22-jährige Petar Maric feiert damit nach dem letztjährigen U18-Landesliga-Titel im zweiten Trainerjahr den nächsten Erfolg.

KKK Haiterbach II: Slaven Ponjavic (18/3), Martin Kresic (13), Ivo Maric (8), Renato Stojcevic (7), Marin Paurevic (6/2), Justin Milicevic (5), Roko Milicevic (4), Gabriel Maric (2), Thaddäus Müller, Marin Kresic, Sandi Speigl.