Die wiha Panthers Schwenningen befinden sich mitten im Rennen um die Play-off-Ränge der ProA. Foto: Michael Kienzler

Basketball: Panthers treten gegen Nürnberg an. Partie gegen Heidelberg auf Samstag verschoben. 

Es geht Schlag auf Schlag weiter für die wiha Panthers Schwenningen. Am Mittwochabend (19 Uhr) empfängt das Team von Alen Velcic die Nürnberg Falcons in der heimischen Deutenberghalle. Auf dem Papier sind die Panthers gegen das Schlusslicht klar favorisiert.

Die Nürnberger waren bislang wie kein anderes Team von der Corona-Pandemie betroffen. Anfang November infizierte sich nahezu die komplette Mannschaft. Es folgten komplizierte Tage und Wochen – inklusive einer 49-tägigen Zwangspause für die Franken.

Deshalb haben die Falcons in der laufenden Saison erst zehn Spiele absolviert, von denen acht verloren wurden. Die bayerischen Gäste werden in Schwenningen versuchen, eine lange Durststrecke zu beenden: Sechs Niederlagen in Folge stehen für Nürnberg aktuell zu Buche. Vor allem auswärts sah das Team von Geschäftsführer und Cheftrainer Ralph Junge bislang kein Land, ist auf fremdem Parkett noch immer sieglos.

Trotz der Bilanz von insgesamt nur zwei Siegen aus zehn Partien verfügen die Falcons über ein eingespieltes Team. Mit dem bisherigen Topscorer Jackson Kent (durchschnittlich 12,5 Punkte pro Partie), dem aus dem Schwarzwald stammenden Center-Hünen Jonathan Maier (11,6), dem ungarischen Aufbauspieler Marcell Pongo (11,3) und dem Center-Talent Moritz Sanders (10,2) sind den Franken viele bekannte Gesichter aus den Vorjahren erhalten geblieben. Im Aufbau zieht der im Sommer aus Rostock gewechselte Martin Bogdanov die Fäden. Anfang des Jahres haben sich die Falcons zudem mit den beiden Amerikanern Tra Holder und Mario Kegler verstärkt.

Bei den Panthers zeigt die Formkurve in den letzten Tagen klar nach oben. Nach dem wichtigen 77:65-Sieg bei den Römerstrom Gladiators Trier am vergangenen Samstag wollen die Schwenninger nun nachlegen und weitere Punkte holen. Auch wenn die Schwenninger mit viel Selbstbewusstsein in die Partie gehen dürften, warnt Coach Alen Velcic vor dem kommenden Gegner: "Der Tabellenplatz, den die Falcons aktuell inne haben, täuscht über ihr eigentliches Leistungsvermögen hinweg. Man merkt den Nürnbergern an, dass ihnen nach der langen Pause noch der Spielrhythmus und die Konstanz fehlt. Dennoch dürfen wir sie nicht unterschätzen. Wir müssen wieder unseren Gameplan durchsetzen und sollten dann gut gerüstet in die Partie gehen."

Die zweite Heimpartie der Panthers in dieser Woche wurde nun von Sonntag auf Samstag vorverlegt. Gegen die MLP Academics Heidelberg erfolgt der Tip-Off nun also schon am kommenden Samstag (18 Uhr).

Der Gegner

Nürnberg Falcons

Für die Nürnberger ist es eine extrem herausfordernde Saison. Erst zehn Partien hat das Team von Geschäftsführer und Chefcoach Ralph Junge absolviert – nur zwei Siege stehen bislang zu Buche. Anfang November infizierte sich nahezu die komplette Nürnberger Mannschaft mit dem Coronavirus. Nach erfolgter Genesung mussten sich die Nürnberger erst langsam wieder an die Trainingsbelastungen gewöhnen. Sie stiegen erst nach 49-tägiger Zwangspause am 27. Dezember wieder in den Ligabetrieb ein. Seither sind die Franken in fünf Partien sieglos geblieben und bis ans Tabellenende durchgereicht worden.

Dass auch rein spielerisch bei den Franken noch nicht viel gelingen will, zeigt ein Blick auf die Pro-A-Statistiken. Mit 79 Punkten pro Partie stellt Nürnberg die schlechteste Offensive der Liga – die Panthers stellen übrigens die zweitschlechteste (79,4). Auch in Sachen Freiwurf- (70,4 Prozent) und Dreierquote (33,6) sind die Nürnberger im untersten Bereich des Feldes anzusiedeln. Ein Lichtblick bislang: Die Falcons verteilen ihre Offensivaufgaben auf mehrere Schultern und sind von keinem Einzelspieler abhängig. Mit Jackson Kent (12,5), Jonathan Maier (11,6), Marcell Pongo (11,3) und Moritz Sanders (10,2) punkten vier Spieler zweistellig.

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