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Basketball Finalturnier: Ein Youngster nutzt seine Chance

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Der Göttinger Bennet Hundt ragte am ersten Spieltag der Finalrunde heraus. Foto: Anspach

Überraschungen beim Finalturnier der BBL: Titelverteidiger Bayern München hat den Auftakt in eigener Halle verpatzt. Der 21 Jahre alte Bennet Hundt setzte ein Glanzlicht.

Die Klagen wollten kein Ende nehmen. "Wenn wir so weiterspielen, werden wir kein Spiel gewinnen", sagte der schwache Nationalspieler Maodo Lo. "Wir waren einfach zu soft", bemängelte Trainer Oliver Kostic. Und Danilo Barthel, Mannschaftskapitän des deutschen Meisters Bayern München, klagte nach dem verpatzten Start in das Finalturnier der Basketball Bundesliga (BBL) im eigenen Wohnzimmer über den fehlenden Heimvorteil: "Es war komisch in leerer Halle. Aber das ist für alle gleich."

Dass das Turnier mit zehn Mannschaften in zwei Gruppen in ihrem Audi Dome stattfindet, störte am Auftaktwochenende aber offenkundig nur die Gastgeber. "Dieser Push ohne Fans hat gefehlt, wenn man zu Hause in der gewohnten Umgebung spielt", stellte Kostic fest. Der Gegner aus Ulm konnte dies offensichtlich gut ausblenden beim eindrucksvollen 95:85 (41:40) im zweiten Spiel der Gruppe A. Zuvor hatte die BG Göttingen dank eines herausragenden Bennet Hundt (30 Punkte) die Merlins aus Crailsheim mit 89:78 (51:42) besiegt.

"Das konnte sich sehen lassen", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz zum Auftakt, "wir sind froh, dass nach der ganzen Arbeit endlich gespielt wird." Quarantäne-Hotel, Desinfektionsdusche vor der Halle, strenge Vorschriften darin mit einem Kampfgericht in einem Plexisglas-Verhau, nach dem Spiel ohne zu duschen zurück ins etwa 20 Minuten entfernte Hotel – alles klappte. Nur die Crailsheimer standen nach der Ankunft in der Halle kurz vor verschlossener Kabinentür.

Sehen lassen konnten sich aber auch die Spiele. Die Zwangspause seit Anfang März und die kurze Vorbereitungszeit hatten vor allem die Ulmer gut genutzt. Beim Abbruch der regulären Saison nur auf Rang zehn platziert, war die Mannschaft von Trainer Jaka Lakovic deutlich besser eingestellt, sie wirkte im letzten Viertel durch geschickte Rotation außerdem frischer.

Auffällig neben Topscorer Tyler Harvey (21 Punkte): Thomas Klepeisz. Ulm hatte den Österreicher für das Finalturnier aus Braunschweig geholt, er traf vier seiner fünf Dreier-Versuche und erzielte 17 Punkte. Während die Münchner ihren verletzten Center Greg Monroe offensichtlich vermissten, machte Klepeisz einen "großartigen Job", wie Trainer Lakovic betonte.

Und noch ein Zweiter spielte sich am ersten Spieltag der Gruppe A in den Vordergrund: Der 21 Jahre alte Hundt hatte im bisherigen Saisonverlauf im Schatten von Kyan Andersson gestanden; nachdem dieser aber in den USA blieb, nutzte der nur 1,80 Meter große Aufbauspieler seine Chance. "Er hat Big Balls", lobte Trainer Johan Roijakkers. Hundt hat Eier, wie Oliver Kahn sagen würde. Auch Hundt hatte die Pause genutzt. "Er war zweimal am Tag in der Halle", berichtete Roijakkers, es sei also "kein Zufall, wenn man so hart arbeitet", dass eine derartige Leistung herauskomme.

Der gebürtige Berliner gehörte außerdem zu den Spielern, denen die mangelnde Unterstützung von den Rängen nichts ausmachte: "Es war komisch am Anfang, aber im Spiel blendet man alles aus." Göttingen, nur Neunter der abgebrochenen regulären Saison, darf nun sogar vom Viertelfinale träumen.

Die Finalspiele finden am 26. und 28. Juni statt. Aber auch für die Bayern als Titelverteidiger ist noch nichts verloren: Jede Mannschaft bestreitet vier Vorrundenspiele, aus jeder Gruppe kommen die ersten vier weiter.

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