Luis Kirschbaum trifft den Korb, doch die TSG Balingen Falcons musste sich im Spitzenspiel der Basketball-Bezirksliga dem TSV Lustnau geschlagen geben. Foto: Eibner-Pressefoto/Andreas Ulmer

Die Korbjäger TSG Balingen liefern in der Bezirksliga West dem Tabellenführer TSV Lustnau einen beherzten Kampf, müssen sich aber mit 64:84 geschlagen geben.

Am 20. Spieltag der Basketball-Bezirksliga West trafen die beiden bisher stärksten Teams der Saison in einem mit Spannung erwarteten Showdown aufeinander, es ging um nicht weniger als eine Vorentscheidung in der Meisterschaft. Die TSG Balingen Falcons starteten hoch motiviert, kämpften von der ersten Minute an um jeden Ball und machten deutlich, dass sie dem Favoriten TSV Lustnau nicht kampflos das Spielfeld überlassen würden.

 

„Klub Kartell“ hat die Nase vorn

Trotz des beherzten Einsatzes setzte sich der Tabellenführer, der sich in den sozialen Medien selbst „Klub Kartell“ nennt, am Ende mit 84:64 durch (23:20, 24:15, 18:13, 19:16). „Glückwunsch an Lustnau, sie haben die Partie verdientermaßen gewonnen“, bilanzierte Falcons-Head-Coach Bülent Vezinkili als fairer Verlierer.

400 Fans sorgen für Stimmung

Aufgrund des großen Zuschauerinteresses wurde das Spiel nicht in der üblichen Heimspielstätte der Lustnauer, der Hermann-Hepper-Halle, ausgetragen, sondern in der größeren Kreissporthalle in Tübingen-Derendingen. Rund 400 Fans sorgten für eine beeindruckende Stimmung und wurden von Beginn an Zeugen eines hochklassigen Duells. Bereits in den ersten Minuten zeigte sich, warum beide Aufsteiger in der Bezirksliga zu den absoluten Spitzenmannschaften zählen: Die Falcons aus Balingen hielten mit viel Einsatz und Kampfgeist dagegen und machten den Favoriten das Spiel schwer, auch wenn die Punkte letztlich nach Lustnau gingen.

Starke Anfangsphase

Die Falcons erwischten einen starken Start und führten nach knapp acht Minuten zwischenzeitlich mit acht Punkten. Dann jedoch geriet das Spiel ins Stocken: Hektik, unnötige Ballverluste und zu viele Fehler gaben den Lustnauern die Kontrolle. Die Hausherren drehten die Partie, setzten sich ab und gingen mit einer 47:35-Führung in die Halbzeitpause. „Wir wurden aus nicht nachvollziehbaren Gründen hektisch und haben zu viele Ballverluste produziert“, erklärte Vezinkili. Nach dem Wiederanpfiff hatte Balingen den Tiefpunkt überwunden und spielte wieder auf Augenhöhe.

Balingen kämpft sich zurück

Mit viel Einsatz und Kampfgeist warfen die Falcons alles in die Waagschale. Doch die Cleverness und Erfahrung der Lustnauer machten es den Falcons schwer, das Spiel noch einmal richtig spannend zu machen. Moritz Anton Noeres war mit 29 Punkten bester Werfer für Lustnau, bei Balingen erzielte Sebastian Bechtel starke 18 Punkte. „Mein Respekt an meine Jungs, die bis zum Schluss alles gegeben haben. Lustnau war einfach abgezockter“, bilanzierte Vezinkili.

Mit der Niederlage ist der Meisterschaftszug für Balingen nach der 75:80-Niederlage im Hinspiel praktisch abgefahren. Die Saison ist für die Falcons dennoch nicht vorbei. „Wir fokussieren uns jetzt auf Platz zwei und wollen diesen nächste Woche mit einem Sieg fix machen. Unser Ziel ist die Relegation“, erklärt der sportliche Kommandogeber der Balinger. Dort trifft das Team auf den Vize-Meister der Bezirksliga Ost sowie auf einen Landesligisten.

Blick nach vorne

Zuvor stehen jedoch noch die verbleibenden Pflichtaufgaben in der Liga an: am 11. April gegen die TSG Reutlingen Ravens III und am 19. April gegen den TuS Metzingen. Auch wenn die Falcons den Gipfelsturm auf Lustnau nicht belohnen konnten, haben sie einmal mehr gezeigt, dass sie mit Herz, Einsatz und Teamgeist zu den stärksten Mannschaften der Liga gehören. Mit Blick auf die Relegation bleibt die Saison für Balingen weiter spannend und die Hoffnung auf ein erfolgreiches Saisonfinale lebt. TSG Balingen: S. Bechtle (18 Punkte), Cetintas (14), Dumancic (11), Kirschbaum (8), Raible (4), Fuoß (2), Ndong (2), F. Bechtle (2), Schönfeld (2), Lohner (1), Nestle, Scheuring.