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Basketball Einige Saison-Szenarien sind möglich

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Immer mehr als hundert Prozent. Panthers-Coach Alen Velcic bringt seine Ideen auch nun in der neuen Task-Force-Gruppe der ProA mit ein. Foto: Michael Kienzler Foto: Schwarzwälder Bote

Bei den wiha Panthers Schwenningen ist trotz der Corona-Krise das Glas halbvoll anstatt halbleer. Die Gedanken an die Zukunft sind bei den Verantwortlichen positiv. Der ProA-Ligist ist sogar in der Task-Force-Gruppe der 2. Basketball Bundesliga vertreten.

Mehrfache Optionen

Zusammen mit anderen ProA-Ligisten wie Rostock, Kirchheim, die Artland Dragons aus Quakenbrück oder auch Leverkusen erarbeiten die Panthers in einer aktuellen Task-Force-Gruppe gemeinsam mit der 2. Basketball Bundesliga verschiedene Szenarien hinsichtlich der kommenden Saison 2020/21 in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Das gleiche gilt für die ProB, in der sich ebenfalls einige Klubverantwortliche viele Gedanken machen, wie die kommende Spielzeit aussehen könnte.

"Es gibt einige Szenarien über die Art und Weise, wie die kommende Saison durchgeführt werden kann. Aber alles hängt natürlich von den weiteren politischen Entscheidungen ab. Es ist logischerweise noch sehr vieles offen", erklärt Panthers-Coach und Geschäftsführer Alen Velcic, der das konstruktive Miteinander in der Task-Force-Gruppe lobt.

Beginnt die neue ProA-Saison regulär Ende September/Anfang Oktober, oder geht es etwa erst im Dezember los? Vieles ist möglich. Klar ist bisher nur, dass die kommende Spielzeit terminlich bis zum 20. Juni 2021 beendet sein muss.

Sogenannte Geisterspiele könnten wohl in der ProA aus wirtschaftlicher Sicht so nicht umgesetzt werden. "Aber ich halte es auch für denkbar, dass zum Beispiel aufgrund der Anforderungen die Zuschauerzahl im ersten Teil der neuen Runde halbiert wird, unsere Anhänger eben mit dem erforderlichen Abstand sitzen. Mit so einem Konzept hätten wir in der Deutenberghalle wenig Probleme", ist Alen Velcic überzeugt.

Frank Singer, ebenfalls Geschäftsführer der Panthers, hat seine persönliche Meinung: "Die neue Saison wird aus meiner Sicht vor dem nächsten Jahresbeginn nicht starten. Es gibt noch so viele offene Fragen." Dann verschiebt sich die kommende Runde eben nach hinten."

Die Schwenninger Verantwortlichen glauben, dass im Juni oder Juli mehr Klarheit darüber herrscht, wie es laufen kann.

Aufgeweichte Lizenzierung

Kein Klub in Deutschland kann natürlich zum jetzigen Zeitpunkt schon einen fertigen Etat-und Wirtschaftsplan für das kommende Spieljahr der 2. Basketball Bundesliga vorlegen. Besonders hinsichtlich an der Sponsoren-Front herrscht aufgrund der negativen wirtschaftlichen Prognosen noch viel Ungewissheit. Die Vereine haben zwar bereits ihre Lizenzierungsanträge für die Saison 2020/21 bei der 2. Basketball Bundesliga abgegeben, doch das Anforderungsprofil wurde zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der Corona-Krise "aufgeweicht". Dies bedeutet, dass die Klubs weiterhin noch genügend Zeit haben, ihren Wirtschaftsrahmen aufzustellen. Desweiteren müssen die Panthers, wie es eigentlich zur neuen Saison erforderlich wäre, noch keine Jugend-Bundesligamannschaft stellen. Auch andere Anforderungen werden von der 2. Basketball Bundesliga aktuell mit viel Geduld hintenan gestellt. Diese Strategie empfindet auch Alen Velcic als "sehr positiv".

Vom Tisch sind auch die Pläne hinsichtlich einer zunächst geplanten Gebührenerhöhung für die Schiedsrichter, was in dieser Zeit nicht angemessen wäre.

Erfreuliche Nachrichten

Die Panthers freuen sich über die ersten positiven Ergebnisse an ihrer Sponsorenfront (wir haben berichtet). "Wir haben uns wirklich schwer getan, in diesen Zeiten die Gespräche mit unseren Partnern hinsichtlich der neuen Saison zu beginnen. Wir wissen selbstverständlich, dass die Unternehmen keine einfache Zeit erleben. Umso mehr sind wir glücklich darüber, dass uns unsere großen Partner generell bereits zusagten", betonen Alen Velcic und Frank Singer.

Aber im Bereich Sponsoring liegt noch ein steiniger Weg vor dem Schwenninger ProA-Ligisten. Sehr weiterhelfen dabei soll mit Patrick Wenzel ein neuer Marketing-Experte. Die Schwenninger Verantwortlichen gehen insgesamt davon aus, dass fast alle Klubs in der ProA nicht mehr an ihre Etatgrößen wie in der vergangenen Saison herankommen.

Alen Velcic berichtet aber auch von einem negativen Erlebnis in den vergangenen Tagen: "Als wir bei unserer langjährigen Hausbank für eine Unterstützung in der nächsten Saison anfragten, erhielten wir – ohne jegliche Überlegungsfrist – sofort eine Absage. Dies sieht bei anderen Klubs in unserer Liga schon ganz anders aus. Zum Beispiel arbeiten die Lions Karlsruhe schon seit Jahren erfolgreich – auch im Sponsoring-Bereich – mit ihrer Hausbank zusammen", berichtet Alen Velcic.

Wer bleibt – wer kommt?

Die spannende Frage lautet bei den Panthers natürlich auch: "Wie sieht der Kader für die kommende Saison aus? Mit welchem fixen Etat können die Personalplanungen überhaupt durchgeführt werden? "Es hat noch kein Spieler bei uns unterschrieben. Natürlich sprechen wir viel und sind mit Kandidaten im Kontakt. Aber fix ist noch gar nichts." Viele Spieler des letztjährigen Kaders würden gerne in Schwenningen weitermachen, aber der Coach geht auch davon aus, "dass sich einige aufgrund der Verdienstmöglichkeiten vielleicht auch anderweitig umschauen werden. Es wäre schon toll, wenn wir unsere Geschichte der zurückliegenden Saison im nächsten Spieljahr fortsetzen könnten. Aber ich gehe zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass sich bei unseren Ausländerposition einiges verändern wird", so Alen Velcic.

Die große Frage wird auch sein, ob das Lohngefüge für die Spieler in der ProA angesichts der Krise überhaupt zukünftig so bleibt. Jeder Klub wird wirtschaftliche Einbußen zwangsweise hinnehmen müssen.

"Wegen Corona wird aber kein Klub aus wirtschaftlichen Gründen zurückziehen", ist sich sich Alen Velcic sicher. Der Rückzug von Schalke 04 aus der ProA wäre beispielsweise auch ohne diese Krise passiert.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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