Für Panthers-Coach Alen Velcic (Mitte) und sein Team gab es während und nach dem Spiel in Leverkusen einiges zu besprechen. Trotz der Niederlage bleiben die Schwenninger auf Play-off-Kurs.Foto: Michael Kienzler Foto: Schwarzwälder Bote

Basketball: Alen Velcic nimmt Niederlage der Panthers bei den Giants in Leverkusen auf seine Kappe

Sehr gute Trainer sind neben ihrer Kompetenz vor allem auch an ihrer charakterlichen Größe zu erkennen. Panthers-Coach Alen Velcic hat dies nach der 76:85-Niederlage in Leverkusen am Samstagabend eindrucksvoll bewiesen.

Nicht genügend Spannung

Der Villinger nahm die Niederlage vor allem auf seine Kappe und seine Mannschaft nach dem Schlusszeichen eher in Schutz. "Ich bin dafür hauptverantwortlich, dass wir in den Tagen vor dem Spiel in Leverkusen nicht genug Spannung aufgebaut haben. Wir waren alle nach drei Siegen in Folge offenbar zu sorglos und auf unsere nächste Aufgabe nicht fokussiert genug. Das hätte nicht passieren dürfen", übte Alen Velcic Selbstkritik.

Sieg am Ende sogar drin

Seine Mannschaft hatte in der ersten Halbzeit nicht ihre Normalform gezeigt, lag beim Pausengang mit 30:43 zurück. Die Normalform kehrte zwar im zweiten Durchgang dann zurück ins Spiel der Panthers, doch die schwache erste Halbzeit, in der auch in der eigentlich sehr starken Defense einiges nicht geklappt hatte, erwies sich bei der Aufholjagd letztendlich als zu schwere Hypothek. Und dennoch, die Schwenninger waren vier Minuten vor dem Ende beim 63:67-Zwischenstand zwar wieder dran, "doch dann haben wir in dieser entscheidenden Phase auch falsche Entscheidung getroffen", so Alen Velcic. Krass war der Vorteil mit guten 72 Prozent für Leverkusen bei den Zweierwürfen (Panthers nur 48) – ebenso sind die Probleme im Rebounding (30:24 für die Giants) bei den Neckarstädtern noch nicht behoben.

Sache der Konzentration

Dass die Schwenninger Defense nicht an ihre gewohnt starke Form herankam, war für Alen Velcic "auch so eine Kopfsache. Wenn die Defense funktionieren soll, dann müssen Einstellung und Konzentration absolut stimmen" Pech hatten die Panthers auch noch, dass Courtney Stockard einige Minuten lang im zweiten Viertel fehlte, weil er aufgrund eines Cuts über dem Auge draußen behandelt werden musste. Und auch Robin Jorch hatte es in den letzten Minuten mit der gleichen Verletzung zu tun und konnte in der Crunchtime nicht mehr mitwirken.

Nun kommt Karlsruhe

Für die Panthers geht es am Samstag (18 Uhr) mit dem wichtigen Heimspiel gegen die Lions Karlsruhe weiter. Dann könnte vielleicht auch Forward Jonas Niedermann wieder dabei sein, der aufgrund einer Bänderdehnung im Sprunggelenk in Leverkusen pausieren musste. Die Lions brauchen auch noch jeden Punkt im Kampf um die Playoff-Qualifikation, stehen momentan auf Platz neun mit 16 Punkten. Kurios ist in der Tabelle aktuell, dass zwischen Platz drei und Rang elf lediglich sechs Punkte Differenz liegen.

Kurzfristig musste am Wochenende die Heimpartie der Eisbären Bremerhaven gegen Phoenix Hagen ausfallen, da bei den Eisbären ein Spieler positiv getestet worden war.

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