Hat keinen einfachen Stand: Eisbären-Coach Michael Mai.Foto: Eibner Foto: Schwarzwälder Bote

n  Eisbären Bremerhaven

Die Bremerhavener haben keinen Lizenantrag für die easyCredit Basketball Bundesliga gestellt. Dies ist bitter, aber alternativlos, erklärte Geschäftsführer Nils Ruttmann vor wenigen Tagen. Immerhin wurde die Mannschaft von Coach Michael Mai Dritter nach der Hauptrunde, hätte sportlich das Zeug gehabt, den Aufstieg zu schaffen. Das Problem bei den Eisbären ist aber, dass der langwierige wirtschaftliche Sanierungsprozess immer noch nicht abgeschlossen ist. ››Unsere Altlasten sind für uns wie ein Klotz am Bein", so Nils Ruttmann weiter. Der Schuldenberg betrug ursprünglich rund 650 000 Euro, für diesen die Stadt Bremerhaven einst eine Bürgschaft übernommen hat. Zwar sei es dem Klub gelungen, zumindest einen kleinen Betrag zu tilgen, doch in den aktuell coronabedingt wirtschaftlich schweren Zeiten, sei es kaum möglich gewesen, den Schuldenabbau weiter voran zu treiben. Zur Erinnerung: Im Mai 2019 gab die Basketball Bundesliga bekannt, dass die Bremerhavener aus wirtschaftlichen Gründen keine Lizenz mehr für die höchste Spielklasse erhalten würden. Der geplante Einspruch der Eisbären wurde damals hinfällig, da das Team auch sportlich nicht überlebte. Seitdem sind die Norddeutschen in der ProA auf Konsolidierungskurs. Die Frage ist nur, wie lange dies der renommierte Coach Michael Mai und das Team noch mitmachen, denn das große Ziel "Rückkehr in die Erstklassigkeit" scheint momentan meilenweit weg.

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