Die Panthers blicken nach vorne. Foto: Michael Kienzler

Basketball: Panthers nehmen neue Erfahrungen aus der Niederlage gegen Heidelberg mit. Zu viel Respekt.

Es gibt zwei Nachrichten aus Sicht der wiha Panthers Schwenningen nach der 61:85-Heimniederlage gegen Heidelberg. Die erste: In der Vorrunde der ProA haben die Schwenninger die schweren Brocken bereits hinter sich.

Nun geht es in den kommenden Wochen im Kampf um die Playoff-Plätze ausschließlich gegen Kontrahenten, die mit dem ProA-Aufsteiger vermeintlich auf Augenhöhe sind. Die zweite Nachricht: Es fehlt bei den Panthers in Sachen Spielerischem und auch im Bereich Cleverness noch etwas, um die Top-Teams der Liga auch einmal in die Knie zu zwingen. Als Aufsteiger hat die Mannschaft von Coach Alen Velcic ihr Können bereits mehrmals in dieser Saison unter Beweis gestellt. Nun gilt es, den nächsten Leistungsschritt zu schaffen. So sieht es auch Alen Velcic nach dem beeindruckenden Gastspiel der Heidelberger. "Auch bei diesen Erfahrungen und Niederlagen wächst ein junges Team wie unseres weiter", sagte er gleich danach.

David Dennis ausgebremst

Die Grundprobleme aus Schwenninger Sicht gegen den Tabellendritten waren: Insgesamt zeigten die Gastgeber von Beginn erst einmal zu viel Respekt vor dem Gegner. Die Dreipunktwürfe wurden nicht gut verteidigt, obwohl diese starke Seite des Heidelberger Spiels seit Wochen hinlänglich bekannt ist. "Wir waren im Herausrücken nach Außen einfach phasenweise zu langsam", analysierte auch Center Marko Bacak. Die Dreier-Quote am Samstag von 46:8 Prozent für die Nordbadener sprach Bände. Die Neckarstädter hatten auch darauf gesetzt, sich im Rebounding Vorteile zu erarbeiten. Das Rebound-Spiel der Academics zählte nämlich bislang nicht zu ihren ganz großen Stärken. Aber auch dieser Plan der Panthers (24:32) ging nicht auf. Ein weiteres Problem gegen den Tabellendritten: Der zuletzt starke Spielmacher David Dennis konnte in seinen knapp 33 Minuten Einsatzzeit nicht genügend Akzente setzen.

Die Gäste wandten gegen ihn eine Verteidigungsstrategie an, die dem Schwenninger Leistungsträger vor allem im Pick-and-Roll das Leben sehr schwer machte.

Schwenningens Top-Scorer Rasheed Moore fand in seinen knapp 25 Minuten Einsatzzeit gegen sehr konzentriert verteidigende Heidelberger ebenso kaum effektive Lösungen. Nur fünf Punkte verbuchte der US-Boy – ein sehr seltener Niedrigwert für ihn.

Jetzt nach Quakenbrück

Am Samstag gastieren die Panthers beim Tabellendreizehnten Artland Dragons Quakenbrück. Ohne es dramatisieren zu wollen, aber diese Partie ist wieder richtungsweisend für Alen Velcic und seine Jungs.

Die Pro A-Statistiken

Punkte pro Spiel

1. NINERS Chemnitz 93.9, 2. Eisbären Bremerhaven 89.1, 3. Nürnberg Falcons 88, 4. Science City Jena 85, 5. Bayer Giants Leverkusen 84.8, ... 13. wiha Panthers Schwenningen 80.6, ... 17. Team Ehingen Urspring 73.9.

Assists pro Spiel

1. NINERS Chemnitz 23.3, 2. Uni Baskets Paderborn 20.8, 3. Rostock Seawolves 19, 4. MLP Academics Heidelberg; Bayer Giants Leverkusen beide 18.8, ... 14. wiha Panthers Schwenningen 15.6, ... 17. FC Schalke 04 Basketball 14.7.

Trefferquote Korbversuche

1. NINERS Chemnitz 55.1 Prozent, 2. Nürnberg Falcons 49.5, 3. MLP Academics Heidelberg 49.2, 4. Science City Jena 49, 5. Uni Baskets Paderborn 48.8, 6. wiha Panthers Schwenningen 48.3, ... 17. PS Karlsruhe Lions 42.2.

Trefferquote Dreier

1. MLP Academics Heidelberg 40.1 Prozent, 2. NINERS Chemnitz 39.9, 3. Science City Jena 37.4, 4. wiha Panthers Schwenningen 37.3, 5. Tigers Tübingen 37.1, 6. Rostock Seawolves 36.7, ... 17. Bayer Giants Leverkusen 28.

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