Kevin Bryant (rechts) reist mit den Panthers zu seinem Ex-Klub nach Rostock. Foto: Michael Kienzler Foto: Schwarzwälder Bote

Basketball: Schwenninger zu Gast beim Tabellenführer in Rostock / Zuschauereinlass jedoch erst für den 10. April geplant

(pm). Die wiha Panthers Schwenningen gastieren am Sonntag (16 Uhr) in der ProA beim Tabellenführer Rostock. In den verbleibenden drei Hauptrundenspielen dürfte den Panthers ein Sieg für die Play-off-Qualifikation schon reichen. Aber gegen das Team um Ex-Nationaltrainer Dirk Bauermann wird es für die Schwenninger schwer, jedoch reizvoll. Die Neckarstädter nehmen mit 14 Saisonsiegen den sechsten Platz vor diesem Wochenende ein.

In Sachen frühzeitiger Play-off-Qualifikation wollen sich die Panthers aber nicht auf Rechenspiele einlassen, sondern möchten an der Ostsee für eine Überraschung sorgen. Die Seawolves stehen auf dem ersten Platz mit 36 Punkten und haben das Play-off-Ticket seit dem vergangenen Wochenende sicher in der Tasche.

Hinspiel mit Pech verloren

Das im Januar in Villingen-Schwenningen ausgetragene Hinspiel verloren die Panthers unglücklich mit 78:85. Damals dominierte Rostocks iranischer Nationalspieler Behnam Yakhchali in der Schlussphase und sicherte seinem Team den knappen Sieg.

Seither haben die Seawolves einige Verletzungsprobleme zu beklagen gehabt. Unter anderem fällt Yakhchali seit Januar verletzt aus. Doch Rostock hat auf die jeweiligen Ausfälle prompt reagiert und mit Trevor Lacy und Tyler Nelson qualitativ hochwertige Nachverpflichtungen präsentiert. Durch die vielen Umstellungen im Kader haben die Seawolves jedoch zwischenzeitlich einige Partien verloren.

Seawolves zuletzt souverän

Zuletzt zeigte sich die Mannschaft von Trainer Dirk Bauermann mit sechs Siegen in Folge leistungsmäßig wieder deutlich stabilisiert und steht derzeit zu recht ganz oben im Tableau. Die Hansestädter zählen zu den Topfavoriten auf die Meisterschaft in der ProA und streben mit ihrem sehr gut besetzten Kader und einem starken wirtschaftlichen Umfeld im Mai den Aufstieg in die Bundesliga an.

Rollen klar verteilt

Von der Papierform her sind die Hanseaten Favorit. Doch Panthers-Coach Alen Velcic gibt sich vor der reizvollen Herausforderung kämpferisch: "Wir sehen das Spiel in Rostock nicht als Wochenend-Ausflug, sondern fahren dorthin, um die Seawolves an ihre Grenzen zu bringen und das Spiel zu gewinnen. Dabei können wir ganz entspannt in die Partie gehen, denn wir können dort eigentlich befreit aufspielen", blickt der Coach voraus und sagt weiter: "Wir haben uns in dieser Woche gut auf das Spiel vorbereitet. Ich erwarte ein Duell, dass viel von Taktik geprägt ist."

Für Chris Frazier und Kevin Bryant bedeutet das Spiel in Rostock eine Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte. Frazier spielte von 2017 bis 2019 für die Seawolves und stieg 2018 mit den Hansestädtern in die ProA auf. Bryant absolvierte 2019 neun Partien für Rostock.

Noch ohne Fans

Eigentlich war geplant, dass zu dem Spiel zumindest 350 Zuschauer wieder in der Rostocker Stadthalle im Rahmen des Modellprojekts der Stadt zugelassen werden, doch diese Öffnung wurde kurzfristig nun auf den 10. April verlegt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: