Mehr Züge im Fern- und Regionalverkehr verspricht die SBB für den Winterfahrplan. Foto: Michael Werndorff

In der Nordwestschweiz bringt der neue Fahrplan der Schweizer Bundesbahnen (SBB) ab 14. Dezember den größten Angebotsausbau seit 20 Jahren.

Insbesondere das Kundenbedürfnis nach Freizeitverbindungen innerhalb der Schweiz und ins Ausland nehme zu, heißt es in einer Mitteilung. Deshalb profitieren Reisende von zusätzlichen Verbindungen innerhalb der Schweiz, neuen Direktverbindungen nach Italien und Deutschland sowie von saisonal mehr Verbindungen nach Frankreich.

 

Basel–Liestal/Basel–Biel–Lausanne: Nach umfassenden Infrastrukturausbauten kann der S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Liestal und Basel SBB eingeführt werden. Im Fernverkehr gibt es neu einen Halbstundentakt zwischen Basel SBB und Biel/Bienne. Basel wird mit dem IC 51 wieder direkt an den Arc lémanique, bis Lausanne, angebunden.

Deutschschweiz–Chiasso: Dank zusätzlicher EC-Verbindungen sowie der Verlängerung eines IC2 von Lugano bis nach Chiasso gibt es einen durchgehenden Stundentakt zwischen der Deutschschweiz und Chiasso.

Graubünden–Zürich: Freizeitreisende sowie Pendler zwischen Graubünden und Zürich profitieren auch unter der Woche von einem Halbstundentakt des IC3.

Schweiz–Italien: Italien-Reisende können sich über zwei zusätzliche Züge pro Richtung zwischen Zürich und Milano Centrale freuen. Zudem wird die bestehende Direktverbindung nach Bologna bis Florenz verlängert. Der bisherige direkte Zug nach Genua verkehrt während des Sommerhalbjahrs künftig weiter südlich bis La Spezia. Im Winter endet der Zug in Milano Centrale.

Schweiz–Deutschland: Auch für Kunden zwischen Deutschland und der Schweiz gibt es einen Angebotsausbau: Erstmals verkehren ICE umsteigefrei von Brig nach Deutschland. Zudem wird die Zahl der Direktverbindungen von und nach Chur auf vier tägliche Züge pro Richtung erweitert. Erstmals verkehren auf zwei Verbindungen pro Richtung zwischen Basel SBB und Hamburg Giruno-Züge der SBB. Aufgrund des geänderten Angebotskonzepts gibt es die beiden Verbindungen mit den EC-Wagenzügen zwischen Interlaken Ost/Zürich und Dortmund/Hamburg nicht mehr. Aufgrund vom noch nicht fertiggestellten Infrastrukturausbau im Raum Rastatt und Haltingen/Weil am Rhein verlängert sich die Fahrzeit der ICE-Linien zum SBB. Weil die Züge später in Basel SBB eintreffen respektive früher Richtung Norden abfahren, können die Züge dieser Linie im Fahrplan 2026 für ein Jahr nicht mehr bis Zürich und Chur verkehren und starten beziehungsweise enden in Basel.

Westschweiz–Frankreich: Die saisonale Direktverbindung Lausanne–Marseille wird im Jahr 2026 für ein Jahr ausgebaut. Reisende gelangen neu bereits von April und bis Oktober direkt von Lausanne an die französische Mittelmeerküste und zurück – jeweils von Donnerstag bis Montag. Im Juli und August verkehren die Züge wie bisher täglich. Damit wird auch Lyon besser an die Westschweiz angebunden.

Bauarbeiten zwischen Basel SBB und Basel St. Johann führen zu Ausfällen gewisser TER 200 zwischen Saint-Louis und Basel SBB. In Saint-Louis gibt es Anschlüsse der TER 100 auf die TER 200. Bei verschiedenen TGV-Verbindungen kommt es zu Änderungen bei den Halten auf der Strecke sowie zu verlängerten Fahrzeiten und dadurch zu früheren Abfahrts- bzw. späteren Ankunftszeiten in Zürich Hauptbahnhof und Basel SBB.

Eine Übersicht über die wichtigsten Baustellen und daraus resultierende Fahrplanänderungen finden Sie auf der SBB Webseite „Baustellen & Fahrplanänderungen“. Die SBB empfehlen, vor Antritt jeder Reise den Online-Fahrplan auf sbb.ch aktuell zu prüfen.