Am meisten bestätigte Grippefälle gab es im Kanton Basel-Stadt, wo auf 100 000 Personen 59,59 Influenza-Fälle gemeldet wurden. Foto: picture alliance/dpa

Die frühe Grippewelle sorgt für ein hohes Patientenaufkommen in Krankenhäusern in der Schweiz.

Zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Zahl der Grippefälle in der Schweiz weiter stark angestiegen. Die Grippewelle steuert damit früher auf ihren Höhepunkt hin zu. Auch die Hospitalisierungen in den Krankenhäusern haben deutlich zugenommen.

 

In der letzten Woche des Jahres sind in der Schweiz und Liechtenstein 2900 laborbestätigte Grippefälle registriert worden, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Influenza-Fallzahlen um fast 22 Prozent angestiegen. In den Tagen nach Weihnachten registrierte das BAG 31,90 Grippefälle je 100 000 Einwohner. Am meisten bestätigte Grippefälle gab es im Kanton Basel-Stadt, wo auf 100 000 Personen 59,59 Influenza-Fälle gemeldet wurden. Im Universitätsspital Basel gebe es momentan viermal so viele Influenza-Hospitalisationen wie im Dezember 2024, sagte Mediensprecherin Caroline Johnson gegenüber Radio SRF. Wegen der vielen Grippefälle wurde im Universitätsspital Basel die Maskenpflicht eingeführt.

Auch im Berner Inselspital ist es seit Mitte Dezember Pflicht, bei Kontakt mit Patienten eine Maske zu tragen. Personen mit Erkältungs- und Grippesymptomen müssten zudem im Krankenhaus eine Schutzmaske tragen, wie das Inselspital schrieb. In Zürich hingegen wird noch abgewartet: Die Situation werde täglich neu beurteilt, so das Universitätsspital auf Anfrage.

Eine Maskenpflicht für alle einzuführen, werde nicht ausgeschlossen. Auch hier wirkt sich die starke Grippewelle auf die Belegung aus. Mehr als doppelt so viele Patienten als 2024 liegen derzeit mit Influenza im Zürcher Universitätsspital.

Dem Berner Inselspital zufolge verlaufen die diesjährigen Grippefälle ähnlich wie in früheren Grippesaisons auch. Entsprechend seien vor allem ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen sowie immungeschwächte Personen von einem schweren Verlauf betroffen. Die Verantwortlichen des Zürcher Universitätsspital hingegen finden es noch zu früh, um einen Vergleich zu anderen Jahren zu ziehen. Schwere Fälle gebe es aktuell wenige – man befinde sich aber noch mitten in der Grippewelle. Ob die Erkrankungen komplizierter verlaufen als in den Jahren zuvor, könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen.

Neben der Influenza zirkulieren laut Experten derzeit verschiedene Krankheitserreger. Laut Insel sorgen RSV, Sars-CoV-2, Human Metapneumovirus, Parainfluenzavirus und Erkältungscoronaviren zusätzlich für ein hohes Patientenaufkommen in den Notaufnahmen.