„Em Bebbi sy Jazz“ feiert im Sommer sein 40-jähriges Bestehen. Die Festivalmacher haben am Dienstag das neue Programm präsentiert, das einen Bogen zwischen Tradition und Moderne schlägt.
Das Basler Jazzfestival „Em Bebbi sy Jazz“ feiert am Freitag, 16. August, sein 40-jähriges Bestehen. Am Anfang stand die Idee zweier Jazz-Fans, ein Sommerabend-Festival zu organisieren, wie OK-Präsident Pascal Degen am Dienstag bei der Vorstellung des Programms darlegte. Das Ziel: Die Basler Innenstadt und deren schönste Plätze mit traditionellem Jazz beleben und gleichzeitig den vielen Jazzbands aus der Region eine Plattform bieten, um vor einem breiten Publikum spielen zu können. „Aus dieser Idee ist die wohl weltweit größte, eintägige Jazz-Veranstaltung entstanden, bei der – wie im ersten Jahr auch heute noch – alle Konzerte gratis besucht werden können“, so Degen. „Das ist für uns die größte Motivation“, so der OK-Präsident, dessen besonderer Dank den zahlreichen Sponsoren und Ehrenamtlichen galt.
Exklusiver Anlass
Dank gilt auch den vielen Musikern, und zwar in Form eines exklusiven Anlasses im „Guggenheim Liestal“, zu dem alle Musiker aus dem Programm 2024 stellvertretend für die Bands und Chöre aus der Geschichte des Festivals eingeladen sind. Dieses Jahr treten 70 Formationen an rund 30 Spielorten auf, erwartet werden wieder zwischen 70 000 und 100 000 Musikfans, wie weiter zu erfahren war.
In den vergangenen zehn Jahren habe das Festival eine bemerkenswerte Entwicklung erfahren: Ohne den Charakter des Festivals zu verändern, ist es dem Organisationsteam gelungen, eine noch breitere Ziel- gruppe zu erreichen und mit dem Traditionsanlass vermehrt auch ein jüngeres Publikum anzusprechen, wie Mitorganisator Eduard Löw erklärte.
Festival im Wandel
Maßgeblichen Anteil an diesem Wandel hatte das Format „Focus“, das vor neun Jahren erstmals präsentiert wurde: „Mit dem jährlich wechselnden Thema erhält so jede Ausgabe von Em Bebbi sy Jazz einen individuellen musikalischen Akzent.“ Zum 40. steht weder eine Stilrichtung noch ein Instrument im Fokus, so Löw. Unter dem Motto Tradition trifft Zukunft drehe sich alles um die Geschichte und die stete Weiterentwicklung des Festivals.
Stellvertretend für die hunderten von Bands aus den vier Jahrzehnten sind laut Veranstalter also nicht nur bekannte Formationen am Start, die Besucher können sich wie jedes Jahr auch auf Bands freuen, die noch ganz am Anfang ihrer Karriere stehen. Zwischen der Tradition und der Zukunft liege die Gegenwart, die im Focus-Programm von Größen des gegenwärtigen Musikschaffens aus unserer Region verkörpert würden, hieß es weiter.
So treffen mit „Pal Jam“ oder Urs Philipp Hug mit den „Happy Feet Syncopators“ Musiker der ersten Stunde des Basler Jazz-Festivals auf junge Bands wie „Juicy Lemon Club“ oder „No Limits“. Sie teilen die Bühnen mit Größen aus der Region wie Sam Himself, Anna Rossinelli und Nicole Bernegger.
Voice of Switzerland
Sie machte ihren großen Karriereschritt 2013 mit ihrem Sieg bei the „The Voice of Switzerland“, es folgten Platten mit Goldstatus und Auszeichnungen wie der Swiss Music Award und zahlreiche Konzerte, unter anderem mit internationalen Künstlern wie Simply Red und John Legend. Derzeit tourt die Sängerin mit ihrem neuen Album.
Für die Besucher von „Em Bebbi sy Jazz“ haben sich Macher zum 40-jährigen Bestehen eine Neuerung einfallen lassen, wie Michael Santeler berichtete: Mit einer neuen Filterfunktion auf der Internetseite www.embebbisyjazz.ch lassen sich aus der Programmübersicht mit rund 100 einzelnen Auftritten der mehr als 70 Bands und Chöre an 28 Spielorten die Konzerte der bevorzugten Stilrichtungen anzeigen. „So lässt sich ein besserer Überblick verschaffen.“ Und: Mit der Funktion „My Bebbijazz“ lässt sich ein individuelles Programm zusammenstellen, das auf dem Server gespeichert wird und auch am Festivalabend abrufbar ist.
Weitere Infos erhalten Interessierte im Internet unter www.embebbisyjazz.ch.