Die Fanzonen zur Women’s Euro 2025 auf dem Basler Barfüßer- und Messeplatz mit den Public Viewings sind in Betrieb. Neben Fußball gibt es auch ein musikalisches Rahmenprogramm.
Die Fanzonen zur Fußball-Europameisterschaft der Frauen auf dem Basler Barfüßer- und Messeplatz mit den Public Viewings sind seit Dienstagnachmittag in Betrieb. Während es auf der Bühne am „Barfi“ die ersten Soundchecks für die Konzerte am Abend gab, steht der Messeplatz im Zeichen von Spielangeboten. Dort können Kinder nach Herzenslust kicken oder auch erste Erfahrungen als Sportkommentatoren sammeln.
Auf dem Messeplatz stand vor gut zwei Wochen während der Art Basel noch ein riesiges Graffiti-Kunstwerk von Katharina Große. Davon ist nichts mehr zu sehen. Längst hat es einem mobilen Fußballfeld Platz gemacht. Auch eine Riesenrutsche, ein Ball-Parcours und begehbare Wasserlaufbälle stehen für Familien bereit. Da es dort schattiger ist als am Barfüßerplatz, waren dort am Nachmittag Gäste anzutreffen. So testeten Kinder die neuen Spielgeräte.
Hitze sorgt für wenig Publikum
Angesichts der Hitze war der Barfüßerplatz am Nachmittag trotz Sonnenschirmen und Verpflegungsständen nach der Eröffnung um 15 Uhr noch spärlich besucht. Beim offiziellen Eröffnungsakt am Abend standen Konzerte der Band Moonpools und Anna Rossinelli zusammen mit den Gastmusikerinnen Nicole Bernegger, Amoa Emilia Anastazja und Julia auf dem Programm.
Zuvor gab es noch Ansprachen der Regierungsratsmitgliedern Mustafa Atici und Esther Keller sowie der Turnierdirektorin Doris Keller und Nadine Kesser, Direktorin Frauenfußball der UEFA. Der gesamte Basler Regierungsrat wird das Eröffnungsspiel im Stadion mitverfolgen. „Ich wünsche mir spannende und faire Matches bis zum Schluss“, sagte Keller. „Und ein tolles Zusammensein mit vielen guten Begegnungen.“ Sie tippte beim Spiel am Mittwoch auf ein 2:1 für die Schweiz, Atici auf ein 1:0. Keller erlebe Basel als sportbegeisterte Stadt, wie sie erklärte. Die Veranstaltungen sollen ihr zufolge auch nachhaltig etwas bewirken. „Wir wollen mehr Frauen für den Sport und als Schiedsrichterinnen gewinnen“, sagt Atici. „Und es ist wichtig, dass die Welt sieht, was Basel da auf die Beine stellen kann.“
Kunstaktion setzt ein Zeichen
Mit der Signatur durch Coumba Sow, Botschafterin der Host City Basel, Nationalspielerin und Captain des FC Basel, und Lise Klaveness, Präsidentin des norwegischen Fußballverbands, setzte die partizipative Kunstintervention „Bridge Kick“ von Klaus Littmann am Dienstagnachmittag ein erstes Zeichen. Die temporäre Installation mit fünf überdimensionalen Fußbällen soll die Mittlere Brücke zur Projektionsfläche für Begegnung, Austausch und neue Perspektiven machen. „Einerseits war das ein Beginn, andererseits hat sich dadurch auch ein Kreis geschlossen“, sagte Sabine Horvath, Gesamtprojektleiterin der Fußballanlasses in Basel. „Coumba ist nämlich schon seit Anfang dieses Jahres als Botschafterin für die Host City tätig.“ In dieser Rolle hat sie über Monate hinweg ihr Gesicht gezeigt: an Veranstaltungen, in Online- und Printmedien, auf Plakaten im öffentlichen Raum sowie in den sozialen Medien. Gemeinsam mit zwei weiteren Botschafterinnen war sie Teil einer breit angelegten Kampagne, die der Frauenfußball-EM im Stadtbild und im Bewusstsein der Bevölkerung frühzeitig Sichtbarkeit verliehen hat.