Die Bushaltestellen in der Dengenstraße wie auch auf dem Platz sollen in 2026 und 2027 barrierefrei umgestaltet werden.
In der Gemeinderatssitzung stellte Fabian Kiesel, Geschäftsführer des Ingenierbüros Langenbach aus Sigmaringen, die Planung des ersten Bauabschnitts vor.
Man will die beiden Projekte letztlich auch aus Kostengründen auf zwei Jahre verteilen und wird mit den beiden Haltestellen in der Dengenstraße starten. Im Vorfeld hatten Gespräche mit den Behörden aber auch mit der Behindertenbeauftragten für Tuningen Barbara Groh stattgefunden.
Seitens des Straßenbauamtes kamen dann auch die entsprechenden Stellungsnahmen und so konnten die Ergebnisse inklusiv der Kostenplanung nun vorgestellt werden. Bei der Haltestelle in Fahrtrichtung Mühlhausen ist die Problematik, dass das Buswartehaus nach hinten versetzt werden muss denn von der Haltekante muss eine Freifläche von 2,50 Metern gewährleistet sein damit die Auffahrschiene aus dem Bus angebracht werden kann und ausreichend Platz für die Gehilfen und Rollstühle vorhanden ist.
Der Einstieg wird auf eine Höhe von 18 Zentimetern angehoben, es kann nun auch erreicht werden, dass die vorhandenen Bäume belassen werden können und auch der Grundstückseigentümer noch ausreichend eine Parkfläche für seinen Pkw hat.
Mehr Diskussion gab es bei der Haltestelle im Einfahrtsbereich nach Tuningen. Dort befindet sind aktuell eine Parkbucht welche künftig jedoch wegfallen soll. „Eine Förderung ist aktuell nicht für Haltestellen mit Parkbuchten durchsetzbar, diese seien ohnehin nicht tauglich für das korrekte Einfahren der Busse an die erhöhten Randsteine“ so der Planer.
Das allerdings sehen die Räte nicht gerne, zumal die Bucht auch immer wieder für Fahrerpausen der Busfahrer genutzt werden und bei größeren Personenzahlen der Durchfahrtsverkehr zu lange blockiert ist. Es wurde gebeten, mit den Behörden nochmals abzustimmen, ob diese aktuell doch praktikable Lösung trotzdem ohne Verzicht auf die Förderung durchgeführt werden kann. Aus diesem Grund konnte auch noch kein abschließender Beschluss zur Durchführung gefasst werden.
Immerhin geht es um eine Landesförderung von 75 Prozent für die Maßnahme. „Wir haben kein Geld, um uns diese Förderung entgehen zu lassen“, argumentierte Gemeinderat Hans Mauch und falls es Seitens der Zuschussgeber nur mit der Variante ohne die Bucht gehe, müsse man dann in den sauren Apfel beißen. Im anschließenden Kreisel sind massive Strassenschäden vorhanden welche man im Zuge der Bauarbeiten kombinieren möchte. Allerdings ist für die Straße das Landratsamt zuständig. Man werde versuchen eine Kombinationsmöglichkeit als Win-Win-Situation zu schaffen da dann Baustelleneinrichtungskosten nicht doppelt anfallen. Auf jeden Fall werden dann die Pflastersteine welche den Kreisel einfassen verschwinden. Diese führen immer wieder zu Schäden und auch die Schneeräumfahrzeuge sind nicht glücklich über das Pflaster.