„Barbie“ ist eine generationsübergreifende Filmerfahrung. Foto: igorovsyannykov

Seit Monaten Gesprächsthema, seit zwei Wochen im Kino: „Barbie“ polarisiert. Schon jetzt spielt der Film Millionen ein. Und auch Kinos im kreis Rottweil verzeichnen einen großen Ansturm.

„Der Ansturm auf Barbie ist groß!“, erzählt Karl Kaspar, Werkstudent und Mitarbeiter des Rottweiler Kinos. „Wir hatten schon einige ausverkaufte Vorstellungen.“ Dabei sei auf jeden Fall zu erwarten gewesen, dass der Film großen Anklang findet, schaue man auf die Thematik im Allgemeinen und das Internet-Phänomen „Barbenheimer“.

 

Das Wort ist eine Neuschöpfung aus den Filmtiteln „Barbie“ und „Oppenheimer“, welches humorvoll aus dem zeitgleichen Erscheinen der beiden gegensätzlichen Filme herausgeht. Die Streifen sind am selben Tag, am 20. Juli, in den Kinos angelaufen und gelten schon jetzt als die Kassenschlager des Jahres. Dabei könnten die Filme vom Inhalt her nicht unterschiedlicher sein, sprechen jedoch beide ein großes Publikum an, so dass „Barbenheimer“ ein regelrechter Scherz in den Sozialen Netzwerken geworden ist. Oft werden hier die gegensätzlichen Welten belustigt aufgezeigt und auch auf Alltagssituationen angewendet.

Bekannte Schauspieler tragen beide Filme

Der Film „Barbie“ dreht sich um die gleichnamige Hauptfigur und ihr Gegenstück Ken. Die beiden leben in einer scheinbar perfekten rosaroten Welt, bis sie in die reale Welt eintauchen und dort lebensverändernde Erfahrungen machen. „Oppenheimer“ beruht auf wahren Begebenheiten und erzählt die Geschichte des Physikers Robert Oppenheimer, auch als „Vater“ der Atombombe bekannt. Bei beiden Filme wirken namhafte Schauspieler mit, so etwa Margot Robbie, Ryan Gosling, Robert Downey Jr. und Matt Damon.

Viele Leute kleiden sich in Pink

„Barbie ist eine generationenübergreifende Filmerfahrung“, führt Kaspar aus. Daher gebe es bei der Zielgruppe kein bestimmtes Muster. Von Jung bis Alt sei alles dabei. Und überall sorge der Film für Gesprächsstoff. „Wir haben an der Theke viele unterschiedliche Meinungen über Barbie gehört. Wenn man sich nach dem Film über das Gesehene unterhalten kann, dann hat er auf jeden Fall etwas richtig gemacht.“

Viele Leute würden sich außerdem passend zum Film in Rosa und Pink kleiden. „Dadurch wird der Kinobesuch zu einem richtigen Event“, freut sich Kaspar. „Es macht einfach Spaß, zu sehen, wie viele Gedanken sich die Besucher schon im Voraus gemacht haben.“

„Barbie“ erfreut mit sozialkritischem Tiefgang

Auch im Oberndorfer Kino werde der Film um die beliebte Puppe von allen Generationen gut besucht. Die meisten Zuschauer kämen begeistert aus dem Film, wie Geschäftsführer Andreas Zienteck schreibt. Man erfreue sich sowohl an lustigen Szenen, als auch an sozialkritischem Tiefgang – „und natürlich an tollen Darstellerinnen und Darstellern, die den Film deutlich mittragen.“

Viele Menschen kämen laut Zienteck tatsächlich in Pink, teilweise komplett, teilweise im Minirock oder nur mit pinkem Lippenstift. „Auch Männer kommen zunehmend mit pinken Accessoires oder Kleidung“, erzählt der Geschäftsführer. „Aber natürlich kann man auch ganz neutral den Film besuchen.“