Da in diesem Jahr auch wieder das Wetter mitspielt, kommen viele Besucher aus der ganzen Raumschaft zum Furtwanger Barbaramarkt. Foto: Heimpel

Zwei Jahre lang konnte der beliebte Barbaramarkt wegen der Pandemie nicht stattfinden. Daher herrschte am Samstag beim Neustart reger Betrieb auf dem Markt, denn viele Besucher warten immer wieder auf ganz bestimmte Händler mit ihrem besonderen Angebot.

Furtwangen - Das Wetter spielte in diesem Jahr auch mit. Und so waren die meisten Anbieter zufrieden mit dem Verlauf. Ganz besonders galt dies für die Vereine und Institutionen, die den Krämermarkt mit besonderen Angeboten ergänzten. Ein Highlight waren die verschiedenen Backwaren. Gerade Weihnachtsgebäck und Linzer Torten waren sehr gefragt, beispielsweise beim Kindergarten Regenbogen oder bei der Jugendkapelle.

Auch die Bregtalschule hatte ein breites Angebot für die Besucher, und nicht zuletzt sorgten die Buslochhexen für das leibliche Wohl der Marktbesucher, um nur einige dieser Gruppen zu nennen.

Wilhelmstraße bleibt frei

Erstmals seit vielen Jahren war das Gelände des Barbaramarktes wieder etwas reduziert auf die gleiche Fläche wie Maimarkt oder Sommermarkt, die Wilhelmstraße blieb frei. Wie Marktmeister Hermann Fengler erklärte, war es bei der Einbeziehung der Wilhelmstraße immer wieder schwierig, ein durchgängiges Marktgelände zu schaffen, es blieben immer Lücken. In diesem Jahr dagegen reihte sich auf dem kleineren Areal wieder Stand an Stand, insgesamt 80 fahrende Händler waren dafür nach Furtwangen gekommen.

Durch die neue Anordnung des Marktes hatten nun auch die Vereine und Institutionen einen neuen Standort: Man fand sie auf dem Robert-Gerwig-Platz vor dem Uhrenmuseum. Der Wochenmarkt musste ebenfalls umziehen und war daher am Samstag vor dem Rathaus zu finden. Mitten auf dem Marktplatz standen wieder frisch geschlagene Christbäume aus Haslach bereit. Allerdings war jetzt, Anfang Dezember, die Nachfrage nach den Christbäumen noch relativ verhalten. Bis Weihnachten werden die Christbaumhändler jeweils beim Markt am Donnerstag ebenfalls in Furtwangen vertreten sein.

Erlös fließt in Hilfsaktion "Weihnachten im Schuhkarton"

Direkt auf dem Marktplatz fand man ebenso die Metzgerei Waldvogel. Wie schon seit Jahren gab es da ein besonderes Angebot: An einem eigenen Stand gab es frische Grillwürste, wobei der komplette Erlös aus diesem Wurstverkauf der Hilfsaktion "Weihnachten im Schuhkarton" zugutekommt. Entsprechend rege war hier der Betrieb. Ansonsten fand man von der Friedrichstraße bis zum Müller-Markt und dem Uhrenmuseum wieder die üblichen Händler mit ihrem breiten Angebot. Viele Besucher haben hier schon seit Jahren ihre ganz bestimmten Anbieter, bei denen sie Wäsche, Schuhe, Haushaltswaren oder auch Gewürze kaufen. Daher warten auch immer viele bei den drei Furtwanger Krämermärkten auf ihre speziellen Anbieter.

Die meisten der Händler, so Marktmeister Hermann Fengler, waren auch wieder zufrieden mit der Nachfrage in diesem Jahr. Es gab aber auch Händler, die nicht wie gewünscht verkaufen konnten. So berichtete ein Verkäufer von Kleidung, dass er bis zum Mittag gerade einmal eine einzige Hose verkauft habe. Das sei ihm in 20 Jahren auf den Furtwanger Märkten nie passiert. Bei 200 Kilometer Anfahrt dürfte dieser Besuch in Furtwangen ein Minusgeschäft bleiben. Diese Schilderung macht deutlich, dass sich das Marktgeschehen wandelt.