Nach seinen Aussagen zum Umgang mit der AfD wurde Europa-Park-Gründer Roland Mack von Fans des SC Freiburg mit einem Banner kritisiert. Das sagt der Verein.
Mit einem Spruchband hatte eine Fangruppierung des SC Freiburg am Mittwochabend deutliche Kritik an Europa-Park-Gründer Roland Mack geübt. „@Mack: Wer mit Faschisten spricht, ist Teil des Problems. Verpiss dich!“, stand auf dem Banner.
Hintergrund sind die kürzlich getätigten Aussagen Macks zum Umgang mit der AfD. Der Chef des Freizeitparks, der seit 2021 Namenssponsor des Freiburger Stadions ist, hatte sich in der vergangenen Woche für Gespräche mit der AfD ausgesprochen.
Bei Teilen der Freiburger Ultra-Szene kamen diese Aussagen nicht gut an. Im Rahmen des DFB-Pokalspiels gegen Darmstadt zeigten sie auf der Südtribüne das Banner mit der deutlichen Kritik am Gründer des Ruster Freizeitparks.
Das sagt der SC Freiburg
Das Banner einer Fangruppierung beim Spiel gegen Darmstadt 98 habe man zur Kenntnis genommen, teilte der Breisgauer Bundesliga-Verein auf Nachfrage mit. Der SC Freiburg sei mit seinen Partnern und auch mit der Fanszene stets in engem Austausch. „Grundsätzlich gilt: Der SC Freiburg steht für eine weltoffene, tolerante und zukunftsgewandte Gesellschaft und setzt sich für Demokratie und für Werte wie „Solidarität“, „Respekt“ und „Vielfalt“ ein“, so der Verein.
Das sagt der Europa-Park
Der Europa-Park, der seit mehr als 30 Jahren Partner des SC Freiburg ist, hatte sich am Donnerstag auf Nachfrage unserer Redaktion allgemein zu Macks Aussagen, auf die sich das Spruchband der SC-Fans bezog, geäußert:„Die in der Diskussion zitierten Aussagen von Roland Mack stammen aus einer längeren Gesprächsrunde und sind aus dem Zusammenhang gerissen worden“, teilte ein Europa-Park-Sprecher mit. „Im Kern ging es ihm darum zu betonen, dass der offene Austausch generell ein wesentlicher Bestandteil unserer demokratischen Kultur ist“, so der Park-Sprecher weiter.
„Kommunikation ist ein Schlüssel, Probleme zu lösen und Veränderung im positiven Sinne herbeizuführen. Man kann miteinander sprechen und dennoch unterschiedlicher Meinung sein. Ohne Dialog ist es nicht möglich, demokratische Werte zu vermitteln“, sagt Roland Mack dazu.