Blicken auf ein erfolgreiches Jahr: Vorstandsvorsitzender Günther Heck (links),Vorstandsmitglied Marco Kückmann (r.) und designiertes Vorstandsmitglied Christoph Schäuble. Foto: Sandra Friedrich/VB

Die Volksbank Dreiländereck hat nach eigener Einschätzung trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Sowohl das Kundenanlagevolumen und der Wertpapierumsatz als auch das Kundenkreditvolumen stiegen.

Das betreute Kundenvolumen (die Summe aus Kundenanlagevolumen und Kundenkreditvolumen) liegt mit einem Plus von 107 Millionen Euro (plus 2,4 Prozent) bei 4592 Millionen Euro. Dieses Wachstum resultiert laut der Jahresbilanz der Volksbank aus dem betreuten Kundenanlagevolumen, das um 93 Millionen Euro wuchs und damit bei 2447 Millionen Euro (plus vier Prozent) liegt.

 

Signifikant steigerte sich der Wertpapier-Umsatz, dessen Ergebnis sich auch im Provisionsüberschuss spiegelt, um 21,2 Prozent (39 Millionen Euro). Die Mitglieder und Kunden entschieden sich vermehrt für die Anlageform Aktien und Wertpapier-Fonds mit einem Zuwachs von 75 beziehungsweise 64 Prozent, bilanziert die Bank in einer Mitteilung am Mittwoch.

Das betreute Kundenkreditvolumen trug ebenfalls zum Wachstum des Kundenvolumens bei und liegt mit einem leichten Plus von 14 Millionen Euro nun bei 2145 Millionen Euro (plus 0,7 Prozent).

Private Kreditzusagen

Die Kreditneuzusagen betrugen insgesamt 228 Millionen Euro, was einer deutlichen Steigerung von 8,6 Prozent entspricht. Sie teilen sich auf in 70 Millionen Euro bei den Firmenkunden und einem Zuwachs von 21 Millionen Euro auf 158 Millionen Euro bei den Privatkunden, was ein Plus von 15,3 Prozent darstellt. Gerade bei den privaten Kreditzusagen waren laut Volksbank-Mitteilung die sinkenden Zinsen im Bereich der Immobilienfinanzierung spürbar. Hinter dem Zusagevolumen stehen 1275 individuelle Kreditneuzusagen. Das sind 18,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Betriebsergebnis

Die Bilanzsumme der Bank liege „wie erwartet“ etwa auf dem Vorjahresniveau bei 2283 Millionen Euro (minus 0,1 Prozent). Dies habe verschiedene Gründe wie beispielsweise Umschichtungen von Geldanlagen in Wertpapiere, so die Volksbank.

Die Bank erzielte ein Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von rund 20 Millionen Euro (plus 2,5 Prozent) und liegt damit im Ranking der Vergleichsgruppe nun im vorderen Drittel. Das Betriebsergebnis setzt sich zusammen aus dem Zinsüberschuss mit 30,6 Millionen Euro (minus 1,7 Prozent), dem Provisionsüberschuss mit 21,7 Millionen Euro (plus 1,9 Prozent) abzüglich des Verwaltungsaufwands inklusive sonstigem Ergebnis und AfA mit 32,3 Millionen Euro (minus 1,8 Prozent).

Das Jahr 2024 schloss mit einem Jahresüberschuss von 2,3 Millionen Euro ab. Damit soll die Eigenkapitalbasis der Bank weiter gestärkt werden und eine marktgerechte Dividende an die Mitglieder zur Ausschüttung in der Vertreterversammlung vorgeschlagen werden. Die Eigenkapitalquote der Volksbank beträgt damit 16,68 Prozent.

Deutlich mehr Mitglieder

Im vergangenen Jahr entschlossen sich 1855 Kunden Mitglied der Volksbank Dreiländereck zu werden. Das ist ein Zuwachs von 30,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bank hat nun 43 772 Mitglieder, damit sind 56,2 Prozent der Kunden gleichzeitig Mitglied. Ein Girokonto führen rund 60 000 Kunden bei der Volksbank Dreiländereck. Der Anteil der online geführten Konten ist hierbei um 10,4 Prozent gestiegen.

„Die Bank engagiert sich sehr im Bereich Arbeitgeberattraktivität und hat mit ihren rund 300 Mitarbeitern ein engagiertes und kompetentes Team“, lässt sich der Vorstandsvorsitzende Günther Heck in der Mitteilung zitieren. Zum Ausdruck der regionalen Verbundenheit zählt laut Mitteilung auch, dass die Volksbank Dreiländereck mit 300 000 Euro rund 300 Vereine und Institutionen bei sozialen und gemeinnützigen Zwecken im Geschäftsgebiet unterstützt hat. Zum Jahresende wurden beispielsweise zum dritten Mal in Folge 12 000 Euro unter dem Motto „Wurzeln“ für die Wiederaufforstung eines Waldgebiets gespendet.