„Die vier Jahreszeiten“ stehen tänzerisch und musikalisch im Mittelpunkt der diesjährigen Ballett- und Tanzshow von „Julia’s Dance Center“ im Theater im Kurhaus. Am 12. und 13. Juli ist es soweit.
Nach den großen Erfolgen in der Vergangenheit, steckt Tanzpädagogin und Tänzerin Julia Haas mit den knapp 150 Tanzschülern ihres „Dance Centers“ aktuell in den Vorbereitungen für ihre inzwischen siebte große Aufführung in Freudenstadt. Dieses Mal sind es „Die vier Jahreszeiten“, die bei den tänzerischen Darbietungen, den dabei gezeigten Emotionen und bei der Musik im Fokus stehen.
Die Idee dazu hatte Haas, die auch die Choreographien der Tänze – soweit es sich nicht um Originalballette handelt – entwickelt hat. Vom Gruppentanz über Trios und Duette bis hin zu solistischen Darbietungen ist alles dabei.
Auch Julia Haas wird auf der Bühne tanzen, verrät sie vorab. Ebenso ihre Kollegin, Freundin und Unterstützerin Rosetta Morrone-Mühlberger, die in „Julia’s Dance Center“ nicht nur einzelne Kurse leitet, sondern seit Jahren zudem die unzähligen Ballett-Kostüme für die Auftritte näht. Beide Frauen haben sich über die frühere Ballett- und Tanzlehrerin Helga Lutz kennengelernt. Von ihr hat Haas die Schule vor Jahren übernommen.
Über 60 Jahre alt
Eine Besonderheit bei diesen Auftritten ist auch das Alter der Akteure auf der Bühne. Es ist nicht nur der tänzerische Nachwuchs zu sehen – die Jüngsten sind etwa fünf Jahre alt –, sondern auch ältere Tänzerinnen, die teilweise schon viele Jahre und Jahrzehnte Ballett- und Tanzunterricht genossen haben. Die älteste Tänzerin der Show ist deshalb deutlich über 60 Jahre alt.
Die intensiven Vorbereitungen laufen seit einem dreiviertel Jahr. Passend zum Motto greift Haas musikalisch beispielsweise auf Stücke aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ zurück. Zu hören bekommt das Publikum aber auch die klassische Ballettmusik und vor allem bei den musikalischen Übergängen Eigenkompositionen des Freudenstädters Carl-John Vorsterman van Oijen, der auch für den Schnitt der Musik bei dieser Aufführung zuständig ist. Die Zusammenarbeit mit ihm reicht ebenfalls schon Jahre zurück.
Gezeigt werden unterschiedliche Tanzstile vom klassischen Ballett über zeitgenössischen Tanz, Commercial, Jazz und Hip Hop. Die Aufführung dauert etwa zweieinhalb Stunden und wird durch eine längere Pause nach dem Frühling und Sommer unterbrochen. Jede der vier Jahreszeiten wird durch unterschiedliche Tanzstile repräsentiert.
Bei „Alles was zählt“ dabei
Haas hat als Siebenjährige mit dem Tanzen in der damaligen Ballettschule Ingeborg Kimmerle in Freudenstadt begonnen und anschließend, bis zu ihrem Wegzug aus Freudenstadt nach der Schulzeit, bei ihrer Vorgängerin Helga Lutz Ballett und Jazz getanzt. In Nürnberg, Fürth und an der Anton Bruckner Universität für Musik, Schauspiel und Tanz in Linz hat sie die Ausbildung im Bereich Bühnentanz und Tanzpädagogik absolviert. Gearbeitet hat sie daraufhin im In- und Ausland als Tänzerin und Lehrerin. Mitgewirkt hat Haas auch als Double-Tänzerin bei der RTL-Show „Alles was zählt“.
Als sich die Chance ergab, die Ballettschule von Helga Lutz zu übernehmen, kehrte Haas 2011 nach Freudenstadt zurück. „Ich habe damals ganz kurz gezögert, diese Entscheidung bis heute aber keinen Tag bereut“, sagt Haas. Heute werden in ihrem „Dance Center“ Ballett sowie moderne Tanzstile unterrichtet.
Tickets
Termin
Die Aufführungen finden am Samstag, 12. Juli, um 17.30 Uhr und am Sonntag, 13. Juli, um 15 Uhr im Theater im Kurhaus Freudenstadt statt. Der Eintritt kostet zwischen 33 und 30 Euro. Schüler und Kinder bezahlen nach Vorlage des Ausweises 29 beziehungsweise 26 Euro. Karten gibt es ab sofort an der Theaterkasse und bei den Tourist-Infos in Freudenstadt, auf dem Kniebis und in Baiersbronn sowie unter www.schwabo.de/tickets.