Maria Thiessen hat erfolgreich am „Golden Bee Dance Competition“ in Genf teilgenommen. Foto: Ballettschule TanzDance

Die elfjährige Maria Thiessen aus Holzhausen hat beim „Golden-Bee“-Wettbewerb in Genf den dritten Platz im Bereich klassische Variation und Charaktertanz gewonnen. Im nächsten Jahr will sie auch in Österreich antreten, ist aber im Juli auch in Sulz zu sehen.

Auf einer großen Bühne vor gut 300 Leuten stehen und bei einem internationalen Tanzwettbewerb mitmachen – dieser Traum hat sich für Maria Thiessen erfüllt.

 

Ende April hat die elfjährige Holzhauserin bei dem „Golden Bee Dance Competition“ in Genf den dritten Platz in den Kategorien klassische Variation und Charaktertanz gewonnen.

Nächtliches Üben

„Ich war sehr aufgeregt“, gesteht Maria. Es war schließlich ihr erster Wettbewerb. Hatte sie zwei Tage zuvor noch ihren Geburtstag gefeiert, ging es am Folgetag mit ihrer Familie in die Schweiz, um sich auf den großen Tag vorzubereiten.

„In der Nacht davor konnte ich kaum schlafen“, erzählt sie. Da habe sie im Hotelzimmer einfach noch einmal die Tanzbewegungen geübt, die sich der Jury präsentieren wollte.

Fast der zweite Platz

Um 5 Uhr hieß es dann aufstehen, die Frisur richten, schminken und in das von ihrer Mutter handgenähte Kostüm schlüpfen. In dem großen Saal konnten sich alle Teilnehmer aufwärmen und für einige Minuten alleine auf der Bühne proben, bevor der Wettbewerb nach der Eröffnungszeremonie losging.

„Sie hat Grazie und fließende Bewegungen“, erläutert Mutter Marina. Das sahen die vier Juroren wohl auch so. Bewertet wurden Tanztechnik, Choreografie, das Kostüm sowie das allgemeine Auftreten. Nur zwei Punkte hätten bis zum zweiten Platz gefehlt.

Hip-Hop und Ballett

„Das Schöne am Tanzen ist, dass man sich frei bewegen kann und es so viele unterschiedliche Tanzarten gibt“, sagt Maria mit leuchtenden Augen.

Momentan ist sie an drei Tagen in der Oberndorfer Ballettschule TanzDance, wo sie unter der Leitung von Kristina Metova sowohl Ballett, aber auch zeitgenössischen Tanz trainiert.

Angefangen hatte sie beispielsweise mit Hip-Hop, der Ballettunterricht folgte erst im November 2023. „Wichtig ist, dass man Spaß an der Sache hat, sonst macht man beim Üben nicht richtig mit“, findet sie.

Schweiz und Österreich

Und schließlich hat sich das Üben auch gelohnt. Zwar war sie die einzige Kandidatin der Oberndorfer Schule – andere Institutionen waren mit bis zu 50 Teilnehmern beteiligt –, aber dies sei immerhin ein Anfang.

Denn nächstes Jahr findet der „Golden Bee“ erneut in der Schweiz statt, eine weitere Veranstaltung ist in Wien geplant. „Egal wo, Hauptsache ich kann wieder auf irgendeinen Wettbewerb“, blickt Maria in die Zukunft.

Auftritt in Sulz

Und das, obwohl es der Tag in Genf durchaus in sich hatte. „Eigentlich ist Marie ein richtiges Energiebündel“, beschreibt ihre Mutter das Wesen der Tochter. Doch nach dem Auftritt sei sie total erschöpft gewesen.

„Ich war total fertig“, gesteht das Mädchen. So habe sie die komplette Rückfahrt von Genf nach Sulz verschlafen.

Nach den Pfingst- oder den Sommerferien will Maria noch zusätzlich Privatstunden nehmen, um ihre Technik zu verbessern. Und im Juli steht mit dem Kinderfest in Sulz ein weiterer Auftritt an. Dort wird die Ballettschule – und mit ihr Maria – eine 30-minütige Darbietung zeigen.