Ein harmonisches „Balinger Konzert“ hat das Streichquartett „Elaia“ jüngst in der Stadtkirche gegeben.
Das renommierte Streichquartett „Elaia“ war jüngst im Rahmen der „Balinger Konzerte“ in der Stadtkirche zu Gast. Iris Günther und Cigdem Tuncelli, Violinen, Francesca Rivinius, Viola und Karolin Spegg, Violoncello, präsentierten Werke von Franz Schubert und Johannes Brahms, heißt es in einer Mitteilung.
Den Auftakt beging das Streichquartett mit dem Werk a-Moll D804 von Franz Schubert. In diesem Spätwerk hat der Komponist verschiedene Motive verarbeitet, zum Beispiel die Musik zu seiner unvollendeten Oper „Rosamunde“ und das „Gretchen am Spinnrad“.
Große Freude und abgestimmtes Spiel zeichneten das Konzert in Balingen aus
Das Elaia Quartett überzeugte durch absolut homogenes Zusammenspiel, perfekt aufeinander abgestimmte Dynamik und große Spielfreude. Die Grundstimmung des Werks ist melancholisch, aber auch zupackend, was die Musikerinnen überzeugend ausloteten.
Das zweite Werk des Abends stammt aus der Feder von Johannes Brahms, sein Streichquartett a-Moll Op. 51 Nr. 2. Diese Komposition zeichnet sich durch rasche Tempowechsel sowie komplizierte Harmonik und hohe Passagen aus, die spieltechnisch extrem anspruchsvoll sind.
Auch hier zeigten die Musikerinnen ihr musikalisch ausgereiftes Zusammenspiel. Das Publikum war hellauf begeistert, worauf sich das Quartett mit einer Zugabe, einem Choral von Johann Sebastian Bach, bedankte.
Das Elaia-Quartett wurde im Jahr 2020 gegründet und hat bereits zahlreiche Stipendien und Wettbewerbe gewonnen. Zur Zeit studieren die Musikerinnen beim „Quatuor Ébène“ an der Musikhochschule München.