Alexander Schimpf begeisterte das Publikum mit seinem virtuosen Spiel. Foto: Irene Zandel

Pianist Alexander Schimpf begeisterte mit einem virtuosen Programm von Wolfgang Amadeus Mozart bis Franz Liszt in Balingen . Am Ende gab es langen Applaus.

Das letzte Konzert der Saison der „Balinger Konzerte“ war ein Höhepunkt. Im nahezu ausverkauften Großen Saal der Stadthalle Balingen hat das Publikum ein einzigartiges, hervorragendes Konzert erlebt.

 

Zu Gast war der Pianist Alexander Schimpf aus Hannover. Er hatte ein sorgsam ausgewähltes Programm vorbereitet, Werke aus drei Epochen der Musikgeschichte. Nach einigen einführenden informativen Worten, passend zu jedem Werk, stimmte der Künstler das Publikum ein.

Ausdrucksvoll interpretiert

Mit der Sonate F-Dur KV 533 von Wolfgang Amadeus Mozart wurde das Konzert eröffnet. Diese Sonate zählt zu Mozarts Spätwerk. Hier fallen besonders die polyphone Schreibweise und neue ungewöhnliche Harmonien und Wendungen auf. Alexander Schimpf spielte die vielen schnellen Läufe mit Leichtigkeit und Geschmack, besonders schön ist seine ausdrucksvolle Interpretation des langsamen Satzes. Nun folgte die einsätzige Sonate a-Moll des russischen Komponisten Nikolai Medtner mit dem Beinamen „Reminiszenz“. Medtner absolvierte zunächst seine pianistische Ausbildung, bevor er sich ganz dem Komponieren widmete. Er entwickelte seinen eigenen Stil in dem er immer mehr kontrapunktische Elemente und schwierigste Passagen einfließen ließ.

Der Pianist meisterte das Werk mit Bravour, seine Technik ist perfekt und das Einfühlungsvermögen in lyrische Teile berührte die Zuhörer sehr.

„Meilenstein“ krönt das Konzert

Zum Abschluss des Abends stand der „Meilenstein“, das wohl schwierigste Werk der Klavierliteratur, auf dem Programm: die Sonate h-Moll von Franz Liszt. Das höchst virtuose Stück verlangt dem Pianisten alles an Kraft, Geläufigkeit, höchst differenzierter Dynamik, Oktavtechnik, Tempo ab.

Ganz souverän interpretierte Alexander Schimpf diese Sonate mit sorgfältig gestalteter nuancenreicher Dynamik und überragender Virtuosität.

Das Publikum war restlos begeistert und feierte den Pianisten mit lang anhaltendem Applaus. Als Zugabe spielte Alexander Schimpf dann noch „Moment Musical“ f-Moll von Franz Schubert.

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