Die in Balingen gegründete Melodic-Hardrock-Band „Subway“ will mit ihrem neuen Album an die Erfolge früherer Tage anknüpfen.
Viel Arbeit hat die Balinger Melodic-Hardrock-Band „Subway“ in ihr neues Album „Turn back the Time“ gesteckt. Einige Monate – von November 2024 bis Dezember 2025 – hat das Quintett in acht völlig neue und zwei neu aufgenommene Songs gesteckt. Mit dem Ergebnis sind die Bandmitglieder Peach Stöckli, Bemy Bitzer, Thomas Strobel, Martin Arnold und Robin Stöckli glücklich: „Es ist sehr gut geworden“, betonen die fünf Musiker unisono.
Das neue Album wird am 19. Februar unter dem Label „LuckyBob Records“ veröffentlicht und ist bei den üblichen Anbietern im stationären und Online-Handel zu kaufen. Auch online über Spotify kann die Musik der Balinger Band gestreamt werden. Für den Vertrieb sorgt das Netzwerk „Open“.
„Turn back the time“ ist der nächste große Schritt für „Subway“ seit ihrer Reunion im März 2022. Denn: Gegründet wurde die Band bereits Ende der 1980er-Jahre in Balingen. Nach großen, sogar internationalen Erfolgen mit ihren Alben wie „Hold on to your dreams“ und „Hear you cry“ wurde es ab Mitte der 90er-Jahre ruhiger um die Band; Peach Stöckli und Thomas Strobel verließen „Subway“ und es kam zu mehreren personellen Wechseln.
Reunion nach fast 30 Jahren
Im Jahr 2022 folgte dann nach fast 30 Jahren ein Treffen der erfolgreichen Besetzung von 1992 am Titisee im Schwarzwald. „Wir haben uns über die Jahre nie vollends aus den Augen verloren“, berichten die Musiker, die jeweils noch hauptberuflich tätig sind. Bei der Rückschau auf die Europa- und Deutschland-Tournee in den 1990er-Jahre sei allen schnell klar gewesen: „Wir müssen wieder gemeinsam auftreten und Musik machen.“ Allein eine Änderung hat sich in der Besetzung ergeben: Robin Stöckli ersetzt den bisherigen Keyboarder Henry Sauter.
Und so hat das Quintett begonnen, wieder Songs zu schreiben. Geprobt wird in Jungingen; die Aufnahmen für die CD erfolgen weitestgehend in heimischen Tonstudio von Peach Stöckli. Ein Fachmann gibt den Aufnahmen anschließend noch den richtigen Sound, damit das Album auch internationalen Standards gerecht wird.
Zwei Songs des neuen Albums sind bereits veröffentlicht. Diese Kostprobe scheint bei den Hörern sehr gut angekommen zu sein, wie die Band im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet. Unter anderem in Magazinen der deutschen Hardrock-Szene wurde das Comeback der Balinger Band gelobt.
In den zehn Werken von „Turn back the time“ beschäftigen sich die Musiker mit der Reise durch die Höhen und Tiefen des Lebens. Der Titelsong „Turn back the time“ handelt beispielsweise von Verlust, Einsamkeit und dem Wunsch, schmerzhafte Entscheidungen rückgängig machen zu können. Die Nummer „Unbreakable“ wiederum steht für Stärke, Zusammenhalt und den unbeugsamen Willen, weiterzugehen. Thematisiert wird der gemeinsame Weg nach Rückschlägen und zeigt, wie aus Niederlagen neue Kraft gewonnen werden kann.
Einen richtigen Favoriten ihrer neuen CD hat „Subway“ nicht. „Wir haben uns für jeden Song sehr viel Zeit genommen.“ Teils habe man zwölf bis 15 Wochen aufgewendet, um für ein Lied den Kompromiss zu finden, der allen Bandmitgliedern zusagt. „Wöchentlich haben wir zahlreiche Textnachrichten geschickt“, erzählt Thomas Strobel.
Die „Subway“-Rückkehr soll indes keine Eintagsfliege werden. Die Band freut sich, wenn sie wieder für Auftritte gebucht wird. Bei „Rock für die 14“ in Jungingen oder der Gartenschau in Balingen sei dies schon geglückt. „Wir warten nun einfach darauf, was nach der Veröffentlichung des Albums passiert.“
Erfolg auch in Japan
Durch ihren Erfolg in der 90er-Jahren hat die Band durchaus eine internationale Fanszene. Mit „Hold on to your dreams“ startete „Subway“ auch in Fernost, unter anderem in Japan, Korea und Taiwan, durch. 1994 wurde das damalige Album „Taste the difference“ zudem in Los Angeles aufgenommen.
Früher sei es ihr Traum gewesen, als Profimusiker Karriere zu machen. Das Musikgeschäft sei jedoch unglaublich hart. Inzwischen stehen alle Bandmitglieder mit beiden Beinen fest im Leben. „Die Musik ist ein Teil von uns, wir haben unheimlich viel Spaß.“ Bleibt abzuwarten, wohin der Weg von „Subway“ noch führt.