Ein älteres Ehepaar trägt Einkäufe heim: Die demografische Entwicklung macht vor dem Zollernalbkreis nicht Halt. Die Bevölkerung ist hier älter als der Bundesdurchschnitt. Foto: Welz Foto: Schwarzwälder-Bote

Demografie: Bevölkerungszahl seit Jahrtausendwende rückläufig

Zollernalbkreis. Die Zollern­älbler werden immer weniger und immer älter. Von der Jahrtausendwende bis 2015 ist die Bevölkerungszahl im Landkreis um 1,57 Prozent zurückgegangen auf derzeit 188 595. Das Durchschnittsalter ist in diesem Zeitraum um 4,05 Jahre auf 44,09 Jahre gestiegen. Der Anteil der 65-Jährigen und Älteren lag Ende 2015 bei 21,32 Prozent; seit der Jahrtausendwende wurde eine Zunahme um 4,55 Prozent verzeichnet.

Damit sind die Zollernälb­ler etwas älter als der Bundesdurchschnitt: Deutschlandweit ist das Durchschnittsalter der Bevölkerung in diesem Zeitraum von 40,6 auf 43,9 Jahre angestiegen.

Die regionalen Unterschiede sind groß. Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor. Während das Durchschnittsalter in den Universitätsstädten Freiburg, Heidelberg und Tübingen 39,8, 39,9 beziehungsweise 40,71 Jahre beträgt, liegt es in den Landkreise Freudenstadt, Rottweil, Schwarzwald-Baar und Reutlingen über 43 Jahre. In Reutlingen hat der Anteil der über 65-Jährigen seit dem Jahr 2000 um 4,39 Prozent zugenommen und liegt bei 20,15 Prozent. In Tübingen sind hingegen nur rund 16 Prozent älter als 65 Jahre.

Die BBSR-Untersuchung zeigt: Die Kluft zwischen wachsenden Groß- und Universitätsstädten und den Gebieten jenseits der Ballungsräume hat sich vertieft. Besonders stark machen sich Zu- und Abwanderung sowie Alterung der Bevölkerung abseits der Ballungsräume bemerkbar. Allein zwischen 2000 und 2015 haben manche Landkreise im Osten der Republik jeden fünften Einwohner verloren. In den Ballungsräumen sieht das anders aus. Beispielsweise hat die Stadt Freiburg um 14,54 Prozent zugelegt, und Stuttgart verzeichnet immerhin ein Plus von 8,91 Prozent. In den umliegenden Landkreisen verzeichnet der Landkreis Freudenstadt (minus 2,42 Prozent) den stärksten Rückgang.

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