Joachim Calmbach liest gerne Zeitung. Die Volks- und Raiffeisenbanken unterstützen das Projekt "Zeitung in der Schule" im Zollernalbkreis. Foto: Maier

Volksbank-Vorstand spricht über Medienkompetenz und die Bedeutung des Projekts "Zeitung in der Schule".

Zollernalbkreis - In die dritte Runde startet am heutigen Donnerstag das medienpädagogische Projekt "Zeitung in der Schule" des Schwarzwälder Boten im Zollernalbkreis. 478 Schüler lesen in den kommenden vier Wochen intensiv unsere Zeitung – und werden selbst zu Reportern. Unterstützt wird "ZiSch" von den Volks- und Raiffeisenbanken im Kreis – über die Bedeutung der Zeitung und des Projekts sprachen wir mit Joachim Calmbach, Mitglied des Vorstands der Volksbank Balingen.

Herr Calmbach, lesen sie täglich Zeitung?

Ja – ich lese täglich sowohl die örtliche Tages- als auch die überregionale Wirtschaftspresse. Die Tageszeitung liegt bei mir zuhause schon auf dem Frühstückstisch.

Warum? Was schätzen Sie an der Tageszeitung besonders?

Als Vorstand der regional verankerten Volksbank Balingen ist es für mich besonders wichtig, mich schon vor dem Start des Arbeitstags über aktuelle und seriöse Nachrichten aus Politik und Wirtschaft zu informieren. Jedoch auch tägliche Informationen aus Sport und Kultur sowie der Lokalteil mit den Neuigkeiten über die regionalen Geschehnisse vor Ort gehören für mich zu einem gelungenen Tagesstart. Für mich ist das Zeitungslesen Kultur – ja Lebensgefühl beim morgendlichen Kaffee.

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind nun im dritten Jahr Partner des Projekts "Zeitung in der Schule". Wo sehen Sie die Schnittmengen zwischen den Instituten und der Tageszeitung?

Die Volks- und Raiffeisenbanken im Zollernalbkreis engagieren sich seit jeher stark in der Region für die Region. Wir nehmen unsere soziale Verantwortung für die jungen Menschen ernst. Die Vermittlung von Allgemeinbildung und Lesekompetenz, aber auch die Steigerung des Sprachvermögens und der individuellen Ausdrucksfähigkeit sind wichtig für das spätere Berufsleben.

Wir sehen unseren genossenschaftlichen Förderauftrag auch darin, Kunden von morgen bei der Erlangung verschiedenster Medienkompetenzen zu unterstützen. Durch unser "ZiSch"-Engagement soll den jungen Menschen vermittelt werden, wie Nachrichten durch die örtliche Presse professionell und seriös recherchiert und weitergegeben werden.

 Welche Erwartungen verbinden Sie mit dem Projekt "ZiSch"? Was können die Schüler lernen?

 Die Projektbeteiligten lernen unterschiedlichste Informationen zielgerichtet zu suchen, diese zu verarbeiten und kritisch zu bewerten, sich mit verschiedensten Sachverhalten auseinanderzusetzen, um letztlich einen Artikel zu verfassen. Auch mit dem Aufbau, der Struktur und mit den einzelnen Texten einer Tageszeitung setzen sich die Schüler intensiv auseinander.

Ein wichtiger Aspekt der Projektarbeit ist die Frage, welche Bedeutung der Presse in Bezug auf die freie Meinungsbildung zukommt. Denn nur wer objektiv und umfassend informiert ist, kann sich über aktuelle Themen eine eigene unvoreingenommene Meinung bilden. Ich denke, dass die Schüler dadurch etwas ganz Wichtiges lernen: Medienkompetenz. Und sie können erfahren, dass neben Fernsehen und Internet die Tageszeitung ein attraktives, unerlässliches Medium ist.

 Warum halten Sie das Projekt für wichtig?

Die regionale Tageszeitung mit ihrer aktuellen Berichterstattung ist und bleibt ein hervorragendes Medium, um die Lust am Lesen gerade auch bei der Jugend zu wecken und zu fördern. In unserer von elektronischen Medien überwiegend geprägten Zeit trägt das Lesen eines gedruckten Textes zu einer Steigerung des Sprachvermögens und der Ausdrucksfähigkeit bei. Wir von den Volks- und Raiffeisenbanken halten es daher für ungemein wichtig, gerade auch Schülern und jungen Menschen die Lektüre der regionalen Tagespresse näher zu bringen. Wir sind uns sicher, dass das Projekt "ZiSch" das Interesse an einer Ausbildung im Zollernalbkreis fördern wird und dadurch dazu beitragen kann, in der Zukunft, gut ausgebildete Fachkräfte in der Region zu binden.

Die Schüler sind im Rahmen des Projekts auch als Reporter unterwegs. Die Volks- und Raiffeisenbanken laden die Teilnehmer in besonderer Weise zur Berichterstattung ein – dürfen sie für ihre Recherchen wirklich überall rein?

Grundsätzlich empfangen wir alle Vertreter der örtlichen Presse in den Räumen der acht Volks- und Raiffeisenbanken im Kreis – sehr gerne auch Schülerreporter. Besonders spannend ist immer ein Besuch in den Tresorräumen der Bank, der in Begleitung sicher auch durchgeführt werden kann. Des Weiteren sind für die jungen Reporter Einblicke in alle wesentlichen Abteilungen einer Volks- und Raiffeisenbank, von der Hauptkasse über die Marketingabteilung bis hin zum Vorstand, möglich.