Betrifft: IHK und Stuttgart 21 Die Industrie- und Handelskammern (IHK) Ulm,

Betrifft: IHK und Stuttgart 21 Die Industrie- und Handelskammern (IHK) Ulm, Bodensee-Oberschwaben und Ost-Württemberg versuchten, mittels einer Dampflokomotiv-Fahrt von Ulm nach Geislingen als Befürworter für Stuttgart 21 politische Aufmerksamkeit zu erregen. Da braucht man ja nur auf die 84 000 Mitgliedsfirmen der Ostflanke zu verweisen, und schon hat man vermeintlich mehr Gewicht als die 20000 Demonstranten, die in Stuttgart schon seit einiger Zeit für Öffentlichkeit sorgen. Wenn man die ganze Angelegenheit genauer betrachtet, bleibt ein fader Beigeschmack. Die Mitglieder der IHK sind nämlich nicht Mitglieder aus freier Entscheidung. Kraft Gesetz sind alle Gewerbetreibenden Zwangsmitglieder. Das Finanzamt schickt den Kammern die Kopien der Steuerklärungen, diese setzen dann automatisch ihren Beitrag fest. Nett, wenn man dann lesen darf, dass sich die feinen Herren dann auf eine von uns gesponserte vergnügliche Dampflokomotiv-Fahrt machen. Ob als Steuerzahler oder Zwangsmitglied der IHK: zahlen tun doch immer nur die Dummen. Aus den Erklärungen der IHK-Oberen ist abzulesen, dass ja nicht für sie, sondern für die Generation der Kinder gebaut wird. Wenn wir in dem Zusammenhang dann vom Ulmer IHK-Präsidenten den Satz hören: "Alle demokratischen Instanzen haben das Projekt beschlossen, alle Gerichte haben es bestätigt", fragen wir nach unserem Recht, selbst entscheiden zu können, wer für uns spricht und wer nicht. Die IHK ist es jedenfalls nicht. Streichen Sie uns doch bitte aus ihrer Mitgliederliste und verschonen Sie uns mit ihren Beitragsforderungen. Das Geld wollen wir lieber für eine Fahrkarte nach Stuttgart verwenden, um uns den Demonstranten anzuschließen. Peter und Gabriele Seifert Balingen