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Balingen YoSue-Wirtin soll Bußgeld zahlen

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Susanne Jäck an einem der – genehmigten – Tische vor ihrer Frozen-Yogurt-Bar. Foto: Reich

Balingen - Weil Susanne Jäck vor ihrem Kaffehaus YoSue in der Paradiesstraße mehr Tische und Stühle aufgestellt hat als genehmigt, musste sie ein Bußgeld zahlen. Dabei müsste doch gerade in Corona-Zeiten die Stadt kleine Läden unterstützen, findet sie.

Susanne Jäck ist enttäuscht. Weil sie statt der genehmigten zwei Tische vier vor ihr Kaffeehaus gestellt hat, wurde sie angezeigt – von wem weiß sie nicht. Prompt kam im August ein Bußgeldbescheid des Ordnungsamts in Höhe von 260 Euro ins Haus geflattert. "In Corona-Zeiten muss man doch die kleinen Läden gerade in den Seitenstraßen unterstützen. Das ist doch auch im Interesse der Stadt", sagt sie, auch im Namen anderer betroffener Geschäftsinhaber.

Susanne Jäck verkauft in ihrem Kaffehaus YoSue als Spezialität Frozen Yogurt mit allerlei Toppings. Der Name YoSue ist eine Abkürzung aus Yogurt und Sue, der englischen Kurzform von Susanne.

Ihre Kunden genießen die kühlen Köstlichkeiten gerne im Freien. Sie hat eine Sondergenehmigung, um zwei Tische mit jeweils zwei Stühlen an der Ecke Paradiesstraße und Neue Straße aufzustellen – an genau vorgeschriebenen Stellen. Auch weil aufgrund der Corona-bedingten Abstandsregeln weniger Gäste im Café Platz finden, hat sie zwei zusätzliche Tische vor ihr Geschäft gestellt.

Von Anzeige und Bußgeld kalt erwischt

Die Anzeige und das Bußgeld haben sie kalt erwischt. "Meine Kunden verstehen das nicht", sagt sie. Sie habe versucht Kontakt mit dem Oberbürgermeister aufzunehmen, doch keine Antwort erhalten. "Das ist deprimierend, wenn man so links liegen gelassen wird", sagt sie. In anderen Städten, wie beispielsweise in Reutlingen oder Stuttgart würden die Kommunen in Corona-Zeiten extra Parkplätze vor Cafés in Freibereiche zum Bestuhlen umwidmen – in Balingen werde man bestraft.

"Gehwege kann man nicht einfach zustellen wie man will", sagt Jürgen Luppold von der Stadt Balingen. Schon gar nicht ohne Sondergenehmigung – sonst drohe eben ein Bußgeld. Mindestens 1,50 Meter müssten frei bleiben, damit Menschen mit Kinderwagen oder Rollatoren nicht auf die Straße ausweichen müssten.

Doch vielleicht gibt es ja noch eine Lösung für Susanne Jäck und die anderen Geschäfte in Balingen, die auf mehr Außenfläche setzen: Diesen Donnerstag berät das Ordnungsamt mit den Verantwortlichen im Rathaus darüber, ob auch Balingen Parkplätze vor Läden zu Verkaufsflächen umwandelt.

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