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Balingen Wird Schlachthof Ende 2022 geschlossen?

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Der Balinger Schlachthof mit dem Verwaltungsgebäude. Dahinter werden die Tiere angeliefert. Sein Schicksal ist ungewiss. Foto: Hauser

Balingen - Der Pachtvertrag für den Schlachthof zwischen der Stadt und der Firma Färber läuft am 31. Dezember 2022 aus. Was danach mit dem städtischen Gebäude geschieht, steht noch nicht fest. Karl und Karsten Binder hätten da eine Idee.

Vater Karl war im Schlachthof rund 20 Jahre Geschäftsstellenleiter, im vergangenen Jahr hat er diese Funktion an seinen Sohn Karsten weitergegeben. Sie halten fest, dass die Firma Färber den Standort in der Balinger Hindenburgstraße halten will. Sie wissen aber auch, dass es nach einer möglichen Schließung nicht in einem Neubau weitergehen wird. "Dafür müssten 15 bis 20 Millionen Euro investiert werden. Das ist nicht wirtschaftlich", sagt Karl Binder. Stattdessen gebe es die Möglichkeiten, dass der Pachtvertrag verlängert werde oder die Stadt das Gebäude an die Firma verkauft. "In beiden Fällen würde Färber mitmachen", hält Sohn Karsten fest.

Mit dem Aus des Schlachhofs stünde nicht nur das Schicksal der derzeit 33 Mitarbeiter auf dem Spiel, wie Karl Binder betont. Mit einer Schließung gehe auch ein Stück Regionalität verloren. Denn die Tiere, die derzeit noch aus dem Zollernalbkreis oder umliegenden Kreisen angeliefert werden, müssten dann viel weiter transportiert werden. "Die Frische ist dann nicht mehr so garantiert. Es geht Qualität verloren", betont Karsten Binder. Es werde eher dem Tierschutz entsprochen, wenn Tiere nicht so weit unterwegs seien.

Sollte die Firma Färber über 2022 hinaus am Standort bleiben, sei es vorstellbar, dass auch investiert werde, so die beiden Binders übereinstimmend. Ihnen ist die Kritik am Erscheinungsbild des Gebäudes nicht verborgen geblieben. Sie betonen aber, dass die Innenräume und Maschinen in einem "sehr guten Zustand" seien und den EU-Richtlinien entsprächen. "Das wird uns bei den regelmäßigen Kontrollen immer bescheinigt", sagt Karsten Binder.

Unterstützung erhalten die Binders von Innungsobermeister Jürgen Sieber aus Geislingen. Auch er hebt auf die Regionalität ab, die den Balinger Schlachthof von anderen abhebe: "Er hat eine Sonderstellung." Damit dies auch noch möglichst lange der Fall ist, will er für den Schlachthof werben. Seine Überlegungen gehen dahin, die Balinger Stadträte zu einer Besichtigung einzuladen: "Sie kennen ihn nicht."

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 901829

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