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Balingen Widerstand gegen Bedenkenlosigkeit

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Das Abbaugebiet auf dem Plettenberg: Darüber wird auch in Balingen munter diskutiert. Foto: Archiv

Balingen - Geht es nach der Balinger Stadtverwaltung, dann gibt es keine Anregungen und Bedenken bezüglich der geplanten Erweiterung der Kalksteinabbaufläche auf dem Plettenberg in Dotternhausen. Gegen diese Bedenkenlosigkeit formiert sich nun indes Widerstand.

Wie berichtet, ist die Stadt Balingen aufgefordert, im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zur Regionalplanänderung eine Stellungnahme abzugeben. 8,6 Hektar des so genannten Vorranggebiets zur Sicherung von Rohstoffen auf dem Plettenberg sollen in ein Abbaugebiet umgewandelt werden; dort will das Dotternhausener Unternehmen Holcim künftig Kalkstein für die Zementherstellung gewinnen.

Diskussion am Dienstag im Gemeinderat

Nach Meinung der Stadtverwaltung ist Balingen von dieser geplanten Abbauerweiterung grundsätzlich nicht betroffen, da sich das Erweiterungsgebiet auf der südlichen, damit Balingen abgewandten Seite des Plettenbergs befinde. Eine Betroffenheit wäre, so formuliert es Stadtplanungsamtsleiterin Sabine Stengel in der Vorlage für den Gemeinderat, nur dahingehend möglich, dass das Naherholungsgebiet Plettenberg eingeschränkt würde; allerdings seien die Auswirkungen der Erweiterung auf das Naherholungsgebiet und auf den Menschen laut Umweltbericht als "unwesentlich" beziehungsweise "nicht betroffen" zu bewerten.

Gegen diese Sicht der Dinge gibt es nun zahlreiche Stimmen: So haben die Ortschaftsräte Erzingen und Frommern die Beschlussvorlage, wonach keine Anregungen und Bedenken geäußert werden sollen, einstimmig beziehungsweise mehrheitlich in den Sitzungen vergangene Woche abgelehnt.

Außerdem liegt nun ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen der FDP und der Grünen für die Sitzung des Gemeinderats am heutigen Dienstag (17 Uhr, Stadthalle) vor, in dem einige Anregungen und Bedenken formuliert sind. So heißt es in dem Antrag, dass Balingen von der erweiterung der Abbaufläche "unmittelbar betroffen" sei, da der Plettenberg ein wichtiger Bestandteil des Landschaftsbilds und der Bergpanoramas für Balingen sei ("Balinger Berge"). Wesentlich für Balingen müsse sein, dass der Albtrauf – insbesondere der Verbund Lochen sowie Schaf- und Plettenberg –, aber auch die Ansicht des Plettenbergs aus Westen und Süden "dauerhaft und nachhaltig ohne Eingriff bleiben".

FDP und Grüne sehen bei "weiterer Aushöhlung des Plettenbergs" diese Ansicht in Gefahr. Zwar sei das zusätzliche Abbauareal unter Abwägung des Landschaftsbilds und der Interessen Holcims "gerade noch akzeptabel", dies aber nur, wenn dabei die Standsicherheit des Albtraufs "auf die nächsten 100 Jahre" garantiert werde und der "heutige Anblick des Albtraufs von allen Stadtteilen Balingens unverändert erhalten" bleibe. Dies müsse bei der Regionalplanänderung sichergestellt werden.

FDP und Grüne gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sollte durch die aktuell bereits gültige Abbaugenehmigung "eine Teilzerstörung des Albtraufs in Richtung Roßwangen genehmigt sein", müsse diese im Rahmen der nun anstehenden Regionalplanänderung korrigiert werden.

Eine Betroffenheit Balingens sehen FDP und Grüne auch, wenn es um den Schutz bedrohter Arten und die Biodiversität auf dem Plettenberg geht – einem "eng an Balingen angeschlossenen Lebensraum". Deshalb soll nach Meinung der beiden Fraktionen der bisher von den Abbauplänen nicht berührte Teil der Plettenberg-Hochfläche unter strengen Naturschutz gestellt werden.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 901829

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