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Balingen Werben für ein besseres Verständnis

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Auftakt zur interkulturellen Woche: Afrikanische Rhythmen mit der Trommlergruppe der Waldorfschule bringen Stimmung ins Rathaus-Foyer. Foto: Ungureanu Foto: Schwarzwälder Bote

Die Bilder der afrikanischen Künstler Mulugeta Tekle und Baba Cham in den Schaufenstern der Balinger Geschäfte kündigen sie seit einiger Zeit an: Am Montagabend war Auftakt zur ersten interkulturellen Woche in Balingen.

Balingen. Seit 40 Jahren gebe es die Veranstaltung in Deutschland. Jetzt werde auch in Balingen zum ersten Mal für ein besseres Verständnis verschiedener Kulturen, für gegenseitige Akzeptanz geworben, sagte Bürgermeister Reinhold Schäfer bei der Eröffnung im Rathaus-Foyer. Das interkulturelle Programm biete die Möglichkeit zu Begegnungen, "wo keine Unterschiede gemacht werden".

"Vielfalt verbindet", griff Dekan Beatus Widmann das Motto der interkulturellen Woche auf. Und ergänzte es: "Einfalt trennt." Vielfalt gebe es in den Familien, in der Nachbarschaft, bei der Arbeit und in den Glaubensgemeinschaften: "Wir arbeiten an gemeinsamen Zielen, an einer gemeinsamen Zukunft", sagte er, "das ist Deutschland: offen für Menschen, die ihre eigenen, bereichernden Kulturen mitbringen". 

Widmann erinnerte auch an die christlichen Werte: "Die Einheit in Christus ist die Einheit in Vielfalt", sagte er. Leider gebe es fremdenfeindliche Tendenzen auch unter Christen, leider werde häufig die "Einheit" mit der "Einheitlichkeit" verwechselt. Der Schutz der Familie stehe an oberster Stelle, Familiennachzug sei wichtig. Seenotrettung sei eine christliche Pflicht und dürfe nicht kriminalisiert werden. Was man brauche, seien Orte, wo die Menschen miteinander reden können – ohne Angst, von Angesicht zu Angesicht: "Diese Woche schafft solche Orte."

Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Arbeitskreise und Institutionen stellten daraufhin ihr Programm in der interkulturellen Woche vor: Der Kindergarten Stadtmitte, in dem 35 Kinder aus bis zu 17 Nationen unter einem Dach sind, öffnet am Dienstag die Türen zu einer interkulturellen Spielstraße. Der Arbeitskreis Asyl bietet am Mittwoch im Café Asyl kulinarische Köstlichkeiten aus sechs Ländern, die Caritas Zollern baut am Mittwoch eine Spielstraße auf dem Marktplatz auf, die Diakonie lädt Dienstagabend zum politischen Nachtgebet in die Stadtkirche ein und bietet am Freitag ein Malprogramm mit dem eriträischen Künstler Mulugeta Tekle im Landratsamt an.

Ab 19 Uhr findet eine Lesung im Gemeindehaus Hermann Berg statt. Mit dem DRK kann am Mittwoch zwischen 11 und 14 Uhr auf dem Marktplatz gegrillt werden, und der Arbeitskreis Jugend und Migration bietet am Dienstag im katholischen Gemeindehaus Bucket Drumming und auf dem Marktplatz ein Quiz. Im Landratsamt läuft am Donnerstagabend der Film "Zentralflughafen Tempelhof", die VHS veranstaltet am Samstag ein Tagesseminar mit Workshop und Vortrag, und die katholische Kirchengemeinde lädt am Samstagabend zum ökumenischen Gebet ein rund um biblische Geschichten zu Flucht und Heimatverlust.

Der Chor des Kindergartens St. Franziskus und die Trommelgruppe der Waldorfschule brachten mit ihren Einlagen Abwechslung ins Foyer des Rathauses, und an verschiedenen Stellwänden gab es nähere Informationen zum Programm und den Veranstaltern der interkulturellen Woche.

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