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Balingen Weihnacht in Balinger Tracht

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Die Frauen in weißen Blusen, weitschwingenden Röcke und mit schwarzen Hauben, die Männer im blauen Kirchenrock und mit einem schwarzen Hut auf dem Kopf: Die Volkstanzgruppe Frommern feiert in der Stadtkriche "Schwäbische Weihnacht". Foto: privat Foto: Schwarzwälder-Bote

Balingen. "Hört, wie in Lüften die Engelschar singt" – mit ihrem schwäbischen Weihnachtskonzert hat die Volkstanzgruppe Frommern Schwäbischer Albverein in der Stadtkirche ihre neue, gleichnamige CD vorgestellt.

Die "Schwäbische Weihnacht" gab es voriges Jahr zum ersten Mal – mit dem Ziel, schwäbische Sprache, Musik und Lieder aus der Region zu pflegen, wie Manfred Stingel, der Vorsitzende der Volkstanzgruppe, erläuterte. Die Volkstanzgruppe Frommern, die hauptsächlich mit dem fröhlichen Volkstanzfestival in Verbindung gebracht wird, offenbarte hier, wenn man so will, ihre eher besinnliche Seite.

Rechtzeitig zum Konzert war Schnee gefallen, in der Stadtkirche brannte Licht und ihre bunten Fenster wiesen jenen, die die Kirche ansteuerten, den Weg. Drinnen war jeder Platz besetzt, in andächtiger Ruhe erwarteten die Besucher das Konzert.

Schon aus ihrer großen Zahl ließ sich schließen, dass hier etwas ganz Besonderes anstand: Zum einen rein optisch, denn die Volkstanzgruppe Frommern trug die Balinger Tracht, wie sie um 1800 getragen wurde: die Frauen weiße Blusen, weitschwingende Röcke und schwarze Hauben, die Männer Stiefel, einen blauen Kirchenrock und einen schwarzen Hut.

Zum anderen kamen nicht ganz alltägliche Instrumente wie Sackpfeifen und Schalmeien zum Einsatz. Ihr Klang in der Kirche verlieh dem Konzert einen eigentümlichen Reiz. Auch ein Hirtenhorn ertönte einleitend zu "Hört, ihr Hirten, lasst euch sagen". Danach stand es an den Altar gelehnt, als wären die Hirten gerade an die Wiege des Kindleins aufgebrochen.

Das Publikum traute sich erst nicht recht zu applaudieren, konnte jedoch nach einigen Titeln gar nicht anders. Zu schön waren die Weisen,. Vorgetragen wurden sie auf einem hohen musikalischen Niveau. Großen Anteil daran hatten Chorleiterin Hanna Brinkmann und der musikalische Leiter Jörg Neubert. "Es ist ein Ros’ entsprungen", "Tochter Zion, freue dich" und "Kommet ihr Hirten", die Zuhörer sangen diese wohlbekannten Lieder gerne mit. Aber es gab eben auch wenig bekannte, wie "Jesulein süß" oder "Hört, wie in Lüften die Engelschar singt", das aus Wangen im Allgäu stammt und dem Konzert zu seinem Namen verhalf, "Allhier um Mitternacht" aus dem Hohenlohischen oder "Heilig, Heilig (Sanctus)" aus einer deutschen Bauernmesse.

Auf der Bühne gab es einen ständigen Wechsel und viele Überraschungen: So war der Chor der Volkstanzgruppe zu erleben, die Volkstanzmusik in verschiedenen Besetzungen und das Männerchörle, das "Es kommt ein Schiff geladen" vortrug. Um die Sache abzurunden, wurde aus der "Bibel für Schwoba" etwa "D’ ­Weihnachtsgschicht" vorgelesen – und wer die CD zum Konzert erwarb, bekam ein Springerle mit einem Engel drauf geschenkt. Engel hatten zwar keine gesungen – aber nah dran war’s schon.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 901829
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