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Balingen Von Menschen, die ihren Traum leben

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"Ins Wasser fällt ein Stein": Gisela Swoboda hat die Seite aufgeschlagen, die die Arbeit der "Brücke" auf symbolische Weise umschreibt. Foto: Ungureanu Foto: Schwarzwälder Bote

Porträts von Menschen, Orte in Süddeutschland und in Bangladesch, und das alltägliche Leben in einer der ärmsten Regionen der Welt: Der Bildband "Das Leben in eigenen Händen" mit Fotos von Christof Krackhardt lädt ein zu einer Reise von Balingen nach Huzurikanda.

Balingen. Es ist gleichzeitig die Geschichte des Fördervereins "Brücke Balingen – Bangladesch". Gisela Swoboda, die Vorsitzende des Balinger Fördervereins, war, wie sie sagt, von Kind an geprägt auf Indien, auf Bangladesch. Einige ihrer Vorfahren seien dort als Missionare der Basler Mission unterwegs gewesen. "Sie haben jedem geholfen, dem Hindu, dem Muslim, dem Christen." Schon als Kind habe sie Bilder von Leprahänden gesehen und davon geträumt, Ärztin zu werden und diese zu operieren. Durch die Kooperation mit der 1997 von Lenen Rahaman gegründeten gemeinnützigen NGO Mati in Huzurikanda ist sie ihrem Kindheitstraum näher gekommen: in einer der ärmsten Regionen der Welt zu helfen. Eine Optikerwerkstatt, ein neuer OP-Saal und Schulungsräume sind mit Balinger Hilfe entstanden.

Der Fotograf Christof Krackhardt war drei Wochen lang als Seniorexperte im Projektgebiet unterwegs. Sein Bildband, der durch Spenden finanziert wurde und im Klotz Verlag erschienen ist, ist sein fotografisches Reisetagebuch nach Bangladesch. Eine Auswahl der Bilder war in der Ausstellung "FairStehen" in der Balinger Zehntscheuer zu sehen. In dem Buch, das es unter anderem in den Balinger Buchhandlungen, im Weltladen und an der Info­thek im Rathaus gibt – als Hardcover- und Softcover-Edition – sind sämtliche Bilder enthalten, die auf der Reise entstanden sind, und noch ein paar mehr: aus Balingen, aus Calw, aus Freiburg, ein Foto, das die Mitglieder der "Brücke Balingen – Bangladesch" zeigt, und ein altes Schwarzweiß-Bild von Christian Renz, dem Großonkel von Gisela Swoboda und Großvater von Altbischof Eber­hardt Renz.

Beeindruckende Aufnahmen dokumentieren die Arbeit der Paramedics und Ärzte, zeigen Menschen, die durch eine Operation ihr Augenlicht wieder erlangt haben, junge Frauen, die in den Werkstätten von Mati schneidern gelernt haben, Menschen, die auf den Reisfeldern arbeiten, die Schreinerwerkstatt der gemeinnützigen Organisation, in der unter anderem auch die Möbel für den neuen Schulungs- und OP-Saal von Mati hergestellt worden sind, und sie dokumentieren die Arbeit mit Behinderten. Hilfe zur Selbsthilfe werde in Bangladesch geleistet, sagt Gisela Swoboda und verweist auf ein Foto in dem Buch: der Teich in Maulbronn, in dem sich kreisförmige Wellen bilden. "Ins Wasser fällt ein Stein", sagt sie, "ganz heimlich, still und leise; und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise." Der Erlös aus dem Verkauf der Fotobücher komme in vollem Umfang denen zugute, die das Geld ganz dringend brauchen. Aber auch kleine Beiträge könnten helfen: "Wer der ›Brücke‹ beim Christkindlesmarkt einen Euro spendet, darf sich eine Fotokarte von Christof Krackhardt aussuchen", sagt Gisela Swoboda.

das buch: Christof Krackhardt, Andrea Rahaman und Gisela Swoboda: "Das Leben in eigenen Händen", J. S. Klotz Verlagshaus 2019, 164 Seiten, 20 Euro (Softcover), 28 Euro (Hardcover).

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