Sie führen das Autohaus in dritter Generation (von links): Frank, Sven und Peter Harich. Foto: Schütz

Firma Harich besteht nun schon seit 50 Jahren. Möglicherweise bald Erweiterungdes Betriebsgeländes.

Balingen-Ostdorf - Man könnte es als Glücksfall zum 50-jährigen Bestehen betrachten: Ende Februar verabschiedete der Balinger Gemeinderat den Bebauungsplan "Käppele – erste Änderung". Damit ist es dem Ostdorfer Autohaus Franz Harich wohl bald möglich, seine Pläne für eine Erweiterung des Betriebsgeländes umzusetzen.

Dass sein Unternehmen in Ostdorf einmal solche Ausmaße annehmen würde, damit hatte Franz Harich wohl nicht gerechnet, als er sich 1963 selbstständig machte. Der Mechanikermeister gründete in seiner Garage eine Werkstatt für landwirtschaftliche Geräte, die er mit seinen Söhnen Rudolf, Emil und Franz junior betrieb. Bei "Franz Harich – KFZ und Landmaschinen" wurden Anhänger, Landmaschinen und ab und zu mal ein Traktor repariert.

"Eine Firmengründung ganz wie bei Bill Gates", scherzt Verkaufsleiter Peter Harich, der das Unternehmen gemeinsam mit Sven und Frank Harich in dritter Generation führt. Als Franz Harichs Enkel den Betrieb 1997 von ihren Vätern übernahmen, waren die Landwirtschafts-Anhänger und Traktoren längst anderen Fahrzeugen gewichen: Neuwagen, Jahreswagen, Mietwagen, Gebrauchtwagen – die ganze Fahrzeugpalette, wie Peter Harich erklärt.

Einerseits Partner eines Konzerns, andererseits Familienunternehmen mit einem einzigen Standort zu sein erfordere manchmal einen Spagat: "Wir sind ein bodenständiges Unternehmen, aber trotzdem modern", sagt Peter Harich, und: "Wir setzen nicht auf Größe, sondern auf Qualität, Persönlichkeit und kontinuierliches Wachstum."

"Unsere Firma wurde beständig erweitert, nie auf einen Schlag"

Gewachsen sei der Betrieb mit seinem Erfolg, erzählt Harich. Nachdem sein Großvater die Firma 1965 an den heutigen Standort in der Neuen Balinger Straße umgesiedelt hatte, folgte zwei Jahre darauf eine Partnerschaft mit der ehemaligen Automarke NSU, die später von Audi und danach von VW übernommen wurde.

Dazu kamen später auch Seat und Skoda. Noch in den 1960er-Jahren wurde die einzige Tankstelle im Ort angebaut, 1973 folgte die zweite Halle. "Unsere Firma wurde beständig erweitert, nie auf einen Schlag", sagt Harich. Erst seit Januar wurden die Verkaufsräume des Autohauses ausgebaut; in diesen Tagen werden sie fertiggestellt.

Die etwa 1800 Quadratmeter Ackerland, die an das Firmengrundstück grenzen, würden dem Autohaus Platz für künftige Erweiterungen bieten. "Für neue Gebäude gibt es keine konkreten Pläne", erklärt Peter Harich. "Was wir im Moment brauchen, ist Stellfläche – zusätzliche Parkplätze. Es gibt Stoßzeiten, zu denen hier einfach zu wenig Platz ist, zum Beispiel, wenn im Sommer und Winter Reifenwechsel anstehen."

Erwerben wolle man das Grundstück aber vor allem als Zukunftssicherung – damit künftigen Plänen nichts im Weg steht.