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Balingen Vandalen in Zillhausen am Werk

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Das W fehlt, das o hängt lose: Der Schriftzug am Ortseingang von Zillhausen ist Opfer sinnloser Zerstörung geworden. Foto: Ungureanu

Balingen-Zillhausen - "Willkommen im asserfalldorf" steht in großen Alu-Lettern an der Beton-Wand am Ortseingang von Zillhausen. Eigentlich sollte es ja "Wasserfalldorf" heißen, aber seit Dienstag fehlt das W, das o hängt schief an einem Stahlnagel.

"Unser Schriftzug gegenüber des Friedhofs ist einer sinnlosen Zerstörung zum Opfer gefallen", schreibt der Vorsitzende des Fördervereins Zillhausen, Ermilio Verrengia. "Mit so einer Aktion wird das Ehrenamt mit Füßen getreten und schadet Zillhausen massivst", heißt es weiter.

Gegenüber der Mauer, zum Friedhof hin, würden Scherben von Bierflaschen und sonstiger Müll liegen, klagt Verrengia. Er habe den Vorfall der Polizei in Frommern gemeldet, die wolle das Malheur in Augenschein nehmen.

Am Straßenrand steht ein Bauhof-Fahrzeug. Bauhof-Mitarbeiter und Ortschaftsrat Hans-Peter Kreidler hatte eigentlich nur vor, die Hecken beim Friedhof zurückzuschneiden. Da habe er bemerkt, dass das große W fehlte. "Ich dachte zuerst, mein Kollege hat es abmontiert, um es zu reparieren", sagt er. Dann habe er bemerkt, dass noch mehr kaputt war. "Das W", vermutet er, "liegt bestimmt irgendwo im Acker." Die Bierflaschen-Scherben auf der anderen Straßenseite gehörten allerdings nicht zu den Spuren der Montagnacht-Aktion. Die seien schon am Vortag dort gelegen.

Dafür hat er am Dienstagmorgen noch etwas anderes entdeckt: Auf seinem Sonnenblumenfeld, das 100 Meter weiter am Straßenrand liegt, haben, wie Kreidler vermutet, die gleichen Unbekannten ein schweres Metallschild umgeworfen. Darauf stand "Sonnenblumen zum Selberschneiden". Das Schild, das Kreidler aus einer alten Satellitenschüssel gebastelt hatte, war mit drei soliden Eisenstangen im Boden verankert. Am Antennenfuß war eine kleine Kasse angebracht, die der Attacke standgehalten hat. Nichts fehlt. Das kleine Messer zum Blumenschneiden liegt neben dem umgeworfenen Schild.

Es sei keine einmalige Aktion gewesen, sagt Kreidler. So was komme alle drei, vier Jahre mal vor. Hoffnung, dass die Übeltäter erwischt werden, hat er kaum. Mit den Anliegern, die oberhalb der Betonwand wohnen, habe er schon gesprochen, sagt er. "Sie haben nichts bemerkt. Ihr Schlafzimmer geht nach hinten raus."

Sollte dennoch jemand am späten Montagabend oder in der Nacht auf Dienstag etwas Verdächtiges gehört oder gesehen haben – eine solche Aktion muss nämlich mit erheblichen Geräuschen verbunden sein –, wird er gebeten, sich bei der Ortschaftsverwaltung oder bei der Polizei in Frommern zu melden.

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Steffen Maier

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