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Balingen und Weilstetten Netto-Doppel rückt in greifbare Nähe

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Ein Netto für Balingen, einer für Weilstetten? Die derzeitigen Vorzeichen dafür scheinen nicht schlecht. Foto: Maier

Über die Ansiedlung eines Netto-Markts in der Kernstadt entscheidet der Balinger Gemeinderat noch in diesem Monat – und damit auch über jenen in Weilstetten. Warum die Vorzeichen anders als im Mai, als es im Gremium keine Mehrheit für das Vorhaben gab, nun etwas anders sind, lesen Sie mit unserem (SB+)Artikel.

Balingen - Quasi zur Einstimmung vor der Entscheidung im Gemeinderat am 15. Dezember diskutierten die Mitglieder des Technischen Ausschusses am Mittwochabend über die Einleitung des notwendigen Bebauungsplanverfahrens. Die Entscheidung war knapp: Vier Stadträte (Grüne und FDP) sowie Oberbürgermeister Helmut Reitemann sprachen sich dafür aus, dass das Verfahren und damit auch der Markt in Balingen kommen soll. Das war in dem Gremium die Mehrheit. Drei Stadträte (alle CDU) stimmten dagegen. Drei weitere Stadträte (SPD und Freie Wähler) enthielten sich.

Große Chance für Balingen

Insbesondere das Votum der offenbar noch Unentschiedenen ist für die Volksbank Hohenzollern-Balingen, die als Bauherrin beide Netto-Märkte verwirklichen will, ein gutes Zeichen: Sowohl die SPD- wie auch die Freie-Wähler-Fraktion hatten noch im Mai geschlossen gegen den Markt in Balingen gestimmt. Ulrich Teufel begründete die SPD-Enthaltung nun damit, dass seine Fraktion noch mit dem Weilstettener Ortsvorsteher Wolfgang Schneider ein Gespräch führen wolle.

Ebenjener Schneider, zugleich Stadtrat für die CDU, warb am Mittwoch vehement für das Balinger Vorhaben. Klar: Ohne dieses wird es wegen der Koppelung der beiden Märkte auch jenen in Weilstetten nicht geben. Für seine Ortschaft sei der Netto-Markt eine große Chance, so Schneider. Aber eben auch für Balingen: Ein neuer Anbieter komme ins Spiel, zudem könne die Brache Steinle-Areal an der Wilhelm-Kraut-Straße, wo der Balinger Netto gebaut werden soll, endlich reaktiviert werden.

Durchgefallen war der Balinger und damit auch der Weilstettener Markt im Mai wegen Bedenken, ob das Vorhaben in der Kernstadt mit der Einzelhandelskonzeption kompatibel sei: Sogenannte innenstadtrelevante Sortimente dürfen eben nicht in Randbereichen wie auf dem Steinle-Areal angesiedelt werden. Auch der derzeitige Bebauungsplan schließt einen Lebensmitteldiscounter an dieser Stelle aus.

Netto-Markt vergleichsweise klein

Baudezernent Michael Wagner sagte im Ausschuss, dass laut Gutachter aber durchaus Ausnahmen möglich seien. Der geplante Netto-Markt sei vergleichsweise klein (unter 800 Quadratmeter). Und er würde der Nahversorgung der Innenstadtbewohner dienen, deren Zahl durch neuen Wohnraum in den nächsten Jahren deutlich steigen werde. Ein Netto sei für die City also wichtig, noch wichtiger aber sei ein solcher Markt für Weilstetten, so Wagner. Außer dem Lebensmittler sollen an der Wilhelm-Kraut-Straße in einem dreigeschossigen Gebäude Raum für Büros und Dienstleistungen sowie ebenfalls für Wohnungen entstehen.

Dietmar Foth, der die erneute Diskussion nach sechsmonatiger Bedenkzeit namens der FDP-Fraktion auf die Tagesordnung gebracht hatte, sagte, beide Märkte seien eine "gute Kombination". Der Balinger Markt sei insbesondere mit Blick auf Weilstetten eine vertretbare Ausnahme, dadurch würde die Balinger Einzelhandelskonzeption auch nicht aufs Spiel gesetzt.

Foth verwies zudem auf die jüngste Entscheidung des Gemeinderats zum Strasser-Areal: Die Nutzung der Fläche nach der Gartenschau soll mittels einer Konzeptvergabe entschieden werden. Und ausdrücklich als Konzept vorgegeben werden soll ein Lebensmittelmarkt. Dass der Netto an der Wilhelm-Kraut-Straße die Ansiedlung eines Vollsortimenters in der City erschweren würde, war eine der Sorgen mancher Stadträte bei der Entscheidung im Mai gewesen.

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