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Balingen Tiere, die ohne Angst und Stress leben

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Treckerfahren macht Jung und Alt Spaß. Fotos: Breisinger Foto: Schwarzwälder Bote

Reichlich Anklang fand das Uria-Hoffest am Sonntag in der Ostdorfer Dorfstraße. Dabei gab es allerlei Wissenswertes rund um die artgerechte Viehzucht zu erfahren.

Balingen-Ostdorf. Viel geboten war beim Uria-Hoffest in Ostdorf. In der Festhalle war bei Speisen aus dem Smoker-Grill, Bio-Essen und Bio-Getränken sowie Kaffee und Kuchen Geselligkeit angesagt. Es gab ein Kinderprogramm mit Basteln, Strohhüpfburg und einem Sandspielplatz sowie Treckerfahren. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Gruppe "Vive La Bräss".

An den Infoständen standen mit Corinna Scheu eine Spezialistin für Tierkennzeichnung sowie mit Sybille Ott und Lena Wurster zwei kompetente Tierärztinnen für Fragen aller Art zur Verfügung. Die Milchbäuerin Mechthild Knösel gab ihr Wissen um die muttergebundene Kälberaufzucht weiter.

Mit dem Traktor-Planwagen konnte zur Uria-Rinderherde gefahren werden, wo die Möglichkeit bestand, Bullen, Kühe und Kälber ohne Ohrmarken zu beobachten und eine Traktoren- und Landmaschinenaustellung vorbereitet wurde.

Mitglieder von Uria gaben Einblick in die Mobile Schlachtbox (MSB). "Zuerst werden die Tiere ausgewählt, dann wird eine Lebendbeschau des Tierarztes vorgenommen, ehe 24 Stunden Zeit zum Schlachten bestehen. Es werden nur Tiere geschlachtet, deren Muttertiere mittlerweile zu neuen Kälbern Beziehungen aufbaut haben. Das Tier wird durch einen Schuss mit einem schallgedämpftem Gewehr in das Stammhirn betäubt und es stirbt in der Folge durch Blutentzug in der Box", erklärte Uria-Mitglied Pierre Lukoschek.

"Die MSB ist der einzig rechtskonforme Weg, um die Tiere ohne Angst und Stress zu schlachten", findet der Hofinhaber und Gründer von Uria Ernst Hermann Maier, der sich weiterhin vehement für die Abschaffung der Ohrmarken einsetzt.

"Der Rechtsstreit befindet sich immer noch im Berufungsverfahren. Ohrmarken sind meiner Meinung nach Schwachsinn, sie sind nicht fälschungssicher und verstoßen gegen die Viehverkehrsordnung", findet Maier klare Worte.

Weiteren Zulauf bekamen Maier und sein Team durch den Film der Marco Polo Film AG über Uria, der unlängst auf Deutsch und auf Französisch vom Fernsehsender Arte gesendet wurde. "Dieser Film ist sehr schön gemacht, weil er zeigt, wie sich Rinder entwickeln, wenn man sie lässt. Er zeigte eindrucksvoll, dass bei Uria das Gemeinwohl des Tieres und keine wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund stehen", sagt Ernst Hermann Maier.

Im Anschluss an das Uria-Hof-Fest geht es von heute bis Samstag mit dem Uria-Mostbesen weiter. Dabei treten "Polkacht" am Montag, "Voice Royal" am Dienstag und Donnerstag, der "Ostdorfer Stubenmusik" am Mittwoch, der "Metropolis Revival Band" am Freitag und "Schwarzpulver Country & more" am auf. Eintritt wird nur am Samstag erhoben.

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