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Balingen Südländische Klänge in Streichener Kirche

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Tina Mattes, Melanie Muñoz, Paddy Brohammer und Gerhard Mattes (von links) während des Konzerts in der Streichener Kirche. Foto: Fiedler Foto: Schwarzwälder-Bote

Balingen-Streichen. Das Tuttlinger Duo Dos Mundos hat am Sonntag mit ihrem Programm "Espíritu del Sur" zusammen mit dem Ehepaar Tina und Gerhard Mattes in Streichen Station gemacht. In Teilen geradezu besinnlich-melancholisch, bei anderen Liedern optimistisch-beschwingt, zeigten die vier Musiker vor rund 30 Zuhörern einen beeindruckenden Ausschnitt dessen, was vor allem Spanien musikalisch zu bieten hat.

"Lieder zur inneren Einkehr" verspricht das Programm. Was das heißt? Musik, die davon lebt, genau richtig dosiert zu sein. Die kraft- und stimmungsvolle Stimme der Dos Mundos-Sängerin Melanie Muñoz, dazu eine von ihrem Partner Paddy Brohammer auf den Punkt präzise gespielte Gitarre. Der Bass von Gerhard Mattes, der den Liedern die angemessene getragene Stimmung verpasst, und die Querflöte von Tina Mattes, die in ihren Soli als spielerisches Gegenstück zu Muñoz’ Gesang fungiert. Keine überladenen Instrumente, sondern Musik in ihrer schlichten Reinform.

Die Musik aus "Espíritu del Sur" ist Ausdruck einer Atmosphäre: Abends Arm in Arm mit jemandem am Strand zu sitzen, einen letzten Rest Sonnenlicht am Himmel zu sehen, ein Glas Wein in der Hand zu haben und unter offenem Himmel leise eine Gitarre und die spanischsprachigen Lieder über Mut, Hoffnung, Freiheit, Menschlichkeit und Kraft zu hören. Lieder, die Klassiker sind, wie "Hijo de la luna", aber auch weniger bekannte Stücke spanischer Liederschreiber, in denen Muñoz von der Liebe zu einem kleinen andalusischen Dorf singt, vom Dank an das Leben, von den Bitten an Gott.

Bei einigen Stücken trägt Muñoz mit ganz leiser Gitarren-Untermalung die Texte vor, wie Gedichte. Zwischendurch spielen die Musiker auch ein Stück auf Englisch oder eine eigene Komposition auf Deutsch. Den Refrain von Leonhard Cohens "Hallelujah" singt zaghaft auch das Publikum mit. Eine kollektive Gänsehaut geht durch die Reihen, begleitet von dem genießenden Grinsen Muñoz’.

Eines der Schlüsselstücke des Konzerts: "Para la guerra nada", ein Lied, in dem es darum geht, allem seinen Platz einzuräumen. Für das Feuer eine Gitarre, für das Meer ein Gedicht, für das Leben ein Lied – nur für den Krieg nichts. Ein Lied, das lebt von Brohammers präzisen Anschlägen der Gitarrensaiten und der Energie von Mattes’ Bass, das fließt durch den Gesang – und das zugleich so etwas wie das Motto des Konzerts war: "Man könnte manchmal verzweifeln an der Welt, aber direkt daneben gibt es so viel Schönes und Anrührendes und Beglückendes. An dem muss man sich freuen", sagte Kirchengemeinderat Matthias Rädle zur Begrüßung – und die stehenden Ovationen für die Künstler am Ende des Konzerts deuteten darauf hin, dass das gelungen sein könnte.

 
 

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Steffen Maier

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