Rosenfelds Bürgermeister Thomas Miller, stellvertretender kommissarischer Vorsitzender, die neue Leiterin der Jugendmusikschule Zollernalb, Stephanie Wunder, und der kommissarische Musikschulvorsitzende, Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft (von links).Foto: Steidle Foto: Schwarzwälder Bote

Kultur: Gebürtige Oberfränkin ist bereits seit zehn Jahren in der Region aktiv

Stephanie Wunder wird künftig die Geschicke der Jugendmusikschule Zollernalb verantworten. Sie wurde zur neuen Leiterin der kreisweit tätigen Einrichtung gewählt.

Zollernalbkreis. Nach eigenen Angaben entdeckte die gebürtige Oberfränkin mit 16 Jahren die Stimme als ihr Instrument. Nach dem Abitur absolvierte sie zwei Jahre lang eine Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik Oberfranken und begann 2001 Gesang und musikdramatische Darstellung an der Hochschule für Musik in Würzburg zu studieren. 2008 schloss sie ihr Studium mit Diplom ab.

Als selbstständige Gesangspädagogin, Stimmbildnerin und Chorleiterin ist sie seit 2011 im Zollernalbkreis und in der Region tätig. Freie Mitarbeit an den Jugendmusikschulen Zollernalb und Balingen sowie Projektarbeit im Bereich chorische Stimmbildung für Kinder und Jugendliche mit den Musikschulen Burladingen und Hechingen in Zusammenarbeit mit dem Chorverband Zollernalb gehören ebenso zu ihrer Vita wie ihr künstlerisches Schaffen. Beispielsweise als Solistin in Konzerten, Liederabenden und Gottesdiensten oder mit ihrem eigenen Sopranistinnenensemble "Sopresso".

Mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 kehrte Wunder in den Schuldienst zurück und übernahm den Musikunterricht und den Wiederaufbau des Schulchores an der Lochenschule in Weilstetten. Einen besonderen Platz in ihrem breitgefächerten Schaffen hat die Chorarbeit. So standen die Kinderchöre in Fridingen an der Donau, Bärenthal und Nusplingen unter ihrer Leitung.

Über etliche Jahre arbeitete sie mit dem Kirchenchor in Schwenningen auf dem Heuberg, in Nusplingen und bis März 2020 mit dem Kirchenchor in Schömberg. Den Kammerchor "Cantanti Amabili" rief sie 2014 ins Leben und war bis Ende 2019 dessen Dirigentin.

Aktuell ist Stephanie Wunder Chorleiterin des Liederkranzes Dotternhausen und des Gospelchors "Sound of Joy" in Bitz. Gerade in Dotternhausen, dem Verwaltungssitz der JMS, gestaltete sie mit ihrem Chor in den vergangenen Jahren drei große Chorprojekte, zuletzt die Operette "Im weißen Rössl am Wolfgangsee", die großen Anklang fanden.

Die frischgewählte Schulleiterin hat es sich zum Ziel gesetzt, die Jugendmusikschule Zollernalb wieder aufzubauen, zu erweitern und zukunftsfähig zu machen. In Zeiten der Pandemie kein einfaches Unterfangen, doch stehen die Zeichen auf Neubeginn und Planung für die Zeit nach Corona.

Stephanie Wunder sagt: "Die Musikschule lebt und arbeitet – wenn auch unter anderen Bedingungen, wie im normalen Leben". Und die Einrichtung habe ein enormes Potenzial.

Guten und hochwertigen Musikunterricht vom Kindergarten bis ins Seniorenalter zu vermitteln und dabei mit den Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts zu arbeiten, sei es die Ganztagsschule oder die Alterspyramide – das möchte sie gerne gemeinsam mit der Musikschulfamilie versuchen. Dazu gehören nach den Worten der neuen Leiterin Lehrer, Schüler, Eltern, Kooperationspartner, wie Vereine und Schulen und natürlich die Trägergemeinschaft.

Bürgermeister Frank Schroft zeigte sich erfreut, "dass wir mit Frau Wunder eine äußert kompetente und motivierte Schulleiterin gefunden haben, um die Jugendmusikschule in eine gute und erfolgreiche Zukunft zu führen". Er freue sich bereits heute auf die Zeit nach Corona und darauf, die Jugendmusikschule gemeinsam mit Stephanie Wunder und den Trägergemeinden zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens im Landkreis zu entwickeln.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: