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Balingen Standort-Suche: Das wird heiter

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Wirbt vergeblich für die Zentralisierung in Balingen: CDU-Kreisrat Manfred König aus Hechingen. Foto: Maier Foto: Schwarzwälder-Bote

Zollernalbkreis (mai). Aufgrund der Beschlüsse in der Sondersitzung des Kreistags steht seit Montagabend fest: Die beiden jetzigen Klinik-Standorte in Albstadt und in Balingen spielen in der künftigen Krankenhauslandschaft keine Rolle mehr. Ein neuer Standort muss her für ein Zentralklinikum – auf der "grünen Wiese". Die Diskussion darüber, wo diese liegt, wird noch heiter und wohl auch hitzig, wie am Montag deutlich wurde. Klar ist heute schon, egal wo gebaut wird: Wenn das neue Zentralklinikum gebaut wird, dann in einem Rutsch. Ein entsprechender Antrag der SPD wurde mehrheitlich angenommen.

Abgelehnt wurde der Antrag der SPD, den Suchlauf zu beschränken auf eine Fläche zwischen Ebingen und Balingen. SPD-Fraktionschef Hans-Martin Haller hatte dies damit begründet, dass nur ein Standort zwischen diesen beiden großen Städten ideal sei. Krischan Spengler (CDU) meinte ebenso, dass der künftige Standort nicht zu weit von Albstadt weg sein sollte.

Dagegen warnten Dietmar Foth (FDP) und Konrad Flegr (Grüne) vor einer verfrühten Standortdebatte und vor vorschnellen Festlegungen, wie sie die SPD ihrer Meinung nach gefordert hatte. Flegr meinte zudem, dass die Zeit des "Kirchturmdenkens" vorbei sein sollte. Entscheidend solle sein, dass der künftige Standort von möglichst vielen Bewohnern des Zollernalbkreises möglichst schnell erreichbar sein könne. Flegr forderte einen "ergebnisoffenen Suchlauf"; dabei meinte der Bisinger, allerdings ausdrücklich nicht als Bisinger, dass dabei durchaus auch eine Fläche nahe Bisingen in Betracht kommen könnte.

Lambert Maute (CDU) meinte, dass bei der Standortsuche, mit der die Kreisverwaltung nun beauftragt wurde, auch die Ergebnisse der Analyse aus dem Jahr 2002 berücksichtigt werden sollten. Damals schnitt das Areal Kelleregert zwischen Weilstetten und Dürrwangen an der Bundesstraße 463 am besten ab – allerdings ist dieses Gelände aus regionalplanerischer Sicht problematisch, ebenso wie die damals zweitplatzierte Fläche Firstäcker zwischen Dürrwangen und Laufen.

Vom Tisch ist die Option, den jetzigen Krankenhausstandort Balingen für die Zentralisierung zu nutzen – dies, obwohl Kreisrat Manfred König (CDU) dafür intensiv geworben hatte: Dass das soeben für 92 Millionen Euro sanierte und zu großen Teilen neu gebaute Krankenhaus kurz nach der Inbetriebnahme schon wieder zur Disposition gestellt werde sei nicht vermittelbar, sende ein negatives Signal an die Bürger und fördere die Politikverdrossenheit – zumal es rund um das Balinger Krankenhaus mit dem Post-Areal, das der Landkreis gekauft hat, Entwicklungsmöglichkeiten gebe und die Kosten für Anbauten deutlich unter denen für ein Zentralklinikum liegen würden. Ähnlich äußerte sich Königs Fraktionskollege Helmut Barth. Er könne auch die Sorge der Gutachter nicht nachvollziehen, wonach bei einer Zentralisierung in Balingen die Patienten aus Albstadt wegbleiben würden. Die von Albstadt nach Balingen verlagerte Geburtstabteilung beweise, dass die Albstädterinnen gerne nach Balingen gehen, so Barth.

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