Auf der einen Seite neue Energiequellen erschließen, auf der anderen Energie einsparen. Das hat sich die Stadt Balingen vorgenommen. Der Gemeinderat hat entsprechende Entscheidungen getroffen.
Balingen - Grünes Licht gaben die Räte dem Vorschlag der Verwaltung, versiegelte Flächen, Parkierungsanlagen und Dächer öffentlicher Gebäuden doppelt zu nutzen. Es soll untersucht werden, wo die Montage von Photovoltaik-Anlagen möglich ist. Oberbürgermeister Helmut Reitemann wies darauf hin, dass hierfür keine großen Genehmigungsverfahren notwendig seien. Das Gremium erhofft sich, dass von diesem Schritt auch eine Signalwirkung auf Unternehmen ausgeht.
Mittelweg gefunden
Einen Mittelweg geht Balingen im Fall der Weihnachtsbeleuchtung. Auf sie wird zwar nicht verzichtet, aber sie wird nicht so lange erstrahlen wie in der Vergangenheit. So wird sie in Balingen und den Ortsteilen um 16.30 Uhr ein- und um 21 Uhr abgeschaltet, an Heilig Abend und am ersten Weihnachtsfeiertag erst um 23 Uhr.
Die Verwaltung hatte den Verzicht auf die Weihnachtsbeleuchtung abgelehnt. Laut Oberbürgermeister Reitemann sollte nicht die Freude verhindert werden, die damit verbunden werde. Vorgeschlagen wurde aber, die Beleuchtung in der Kernstadt und den Ortsteilen bereits um 19.30 Uhr abzuschalten.
Dagegen hatte sich Klaus Hahn (CDU) ausgesprochen, der eine Trübung der Weihnachtsstimmung befürchtete. Ein frühzeitiges Abschalten sei ein Signal, eher zu Hause zu bleiben und nicht wie in der Vergangenheit abends noch in die Stadt zu gehen und an den erleuchteten Schaufenstern vorbei zu flanieren. Er stellte den Antrag auf Verlängerung bis 21 Uhr, dem die Räte ebenso zustimmten wie dem Vorschlag von Dietmar Foth (FDP), an Heilig Abend und am ersten Weihnachtsfeiertag die Lichter bis 23 Uhr brennen zu lassen.
"Kein gutes Zeichen"
Für Christoph Foth (FDP) ist die Verlängerung "kein gutes Zeichen", wenn auf der anderen Seite die Bürger zum Energiesparen aufgefordert werden. Und Peter Seifert (Grüne) bezeichnete es als "absurd", an der Weihnachtsbeleuchtung sparen zu wollen, die nur einen ganz kleinen Teil der städtischen Energiekosten ausmache.
Energiespar-Gründe waren es auch, dass die Zeiten des Balinger Christkindlesmarkts reduziert wurden. Dieser findet nun am Samstag, 26. November, von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag, 27. November, von 11 bis 18 Uhr statt. Damit endet der Markt jeweils eine Stunde früher als in der Vergangenheit.