Machen sich für den Bau einer Mini-Ramp stark: Die Skater-Gemeinschaft sammelt derzeit Geld für die Anlage in Weilstetten. Foto: Müller

Spendenaktion an der Skatepark-Anlage in Weilstetten. 2014 könnte das Projekt angegangen werden.

Balingen-Weilstetten - Sie sind Akrobaten auf vier Rollen: Die jungen Skater aus der Region haben sich vor vier Jahren für einen eigenen Skatepark in Weilstetten eingesetzt. Dieser soll nun um eine Miniramp, eine kleine Halfpipe, erweitert werden. Dafür veranstaltete die Skatecommunity Weilstetten unlängst eine kleine Spendenaktion.

 

Wie schon bei der Entstehung des Skateparks 2008 zeigen sich beim Projekt Miniramp Michael Herre und Christoph Stenzel aus Weilstetten besonders aktiv.

Da der Skatepark vollständig von der Stadt Balingen finanziert wurde, wollen die jungen Rollbrettfahrer bei der Erweiterung die Finanzierung selbst in die Hand nehmen. "Wir wollen zeigen, dass wir dafür dankbar sind, was die Stadt bisher für uns getan hat und wollen uns deswegen selbst aktiv zeigen", fasst Tobias Strobel aus Dürrwangen das Projekt zusammen.

Die Stadt Balingen und Ortsvorsteher Kurt Haigis stehen positiv hinter der geplanten Miniramp. Unterstützung erhalten die jungen Erwachsenen auch vom Kinder- und Jugendbüro und den Streetworkern. Bisher hat die Skatecommunity einen großen Sponsoren im Boot. Nun sind sie auf der Suche nach weiteren Firmen und auch Privatpersonen, die den Bau finanziell unterstützen wollen.

Mit der Spendenaktion am vergangenen Wochenende wollte die Skatecommunity Aufmerksamkeit erregen und über das Vorhaben informieren. "Damit das Spenden leichter fällt, haben wir uns speziell für private Gönner kleine Belohnungen einfallen lassen", so Tobias Strobel. Er spendete Skateboards und T-Shirts seiner Firma Strobel Skateboards. Ebenso stellte der gebürtige Balinger Markus Koch, der heute in Münster beheimatet ist, Waren seiner Skatermarke Koloss zur Verfügung, die wiederum Spendern als Dankeschön überreicht wurden.

Jeder Cent, der am Samstag gespendet wurde, kommt zu hundert Prozent dem Projekt Miniramp zu Gute. Das Event stieß auf großen Anklang. Viele junge Skater waren vor Ort und zeigten akrobatische Tricks auf dem Rollbrett und genossen den Austausch rund um ihr gemeinsames Hobby.

Der Skatepark in Weilstetten ist einzigartig in der Region und wird von Skateboardbegeisterten aus ganz Baden-Württemberg rege genutzt. Mit dem Ertrag ist die Skatecommunity zufrieden. In Zukunft soll es weitere ähnliche Veranstaltungen geben, um dem Bau der Miniramp Schritt für Schritt näher zu kommen. Der Initiator Christoph Stenzel wagt einen Blick in die Zukunft: "Wir hoffen, dass die finanziellen Mittel bis Frühjahr 2014 gestellt sind, damit wir uns an die Planung und den Bau machen können."